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Im Rathaus LeverkusenKünstler verabschiedet sich mit Bild der Rheinbrücke aus der Heimat

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Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel (links) freut sich über die Dauerleihgabe von Fotokünstler Michael Bork

Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel (links) freut sich über die Dauerleihgabe von Fotokünstler Michael Bork

Nach 35 Jahren verlässt ein Fotokünstler Leverkusen. Aber nicht ohne ein öffentliches Vermächtnis zu hinterlassen.

Niemals geht man so ganz: Während im Rathaus Leverkusen ein freier Platz an der Wand für sein limitiertes Werk gesucht wird, ist Michael Bork (68) auf dem Weg in seine neue Heimat. Der ehemalige Journalist und Unternehmensberater hatte zuletzt als Fotokünstler in Leverkusen gearbeitet, war viele Jahre Mitglied der AG Leverkusener Künstler. Nach 35 Jahren zieht er nun gemeinsam mit seiner Frau zur Familie nach Berlin.

Doch nicht, ohne der Stadt ein künstlerisches Vermächtnis zu hinterlassen: Am Donnerstag übergab der 68-Jährige Oberbürgermeister Stefan Hebbel (CDU) ein 60 mal 80 Zentimeter großes Bild der Leverkusener Brücke im „Moment des Wandels“, das das Stadtoberhaupt zuvor auf einer Ausstellung bewundert hatte. Der passende Titel: „Das Alte muss dem Neuen weichen“.

Ein Bild für Gegenwart und Zukunft

„Für mich ist dieses Bild ein Zeitdokument. Es steht für das, was war, und für das, was uns in der Zukunft erwartet: Neue Aufgaben und Herausforderungen, für die man Nerven wie Drahtseile braucht“, interpretiert Oberbürgermeister Hebbel das auf zehn Exemplare limitierte Werk von Michael Bork. „Das Bild hat mich auf einer Ausstellung direkt angesprochen. Ich möchte jeden Tag daran erinnert werden, was meine täglichen Aufgaben sind. Es verleiht mir beim Betrachten Kraft“, so Hebbel. 

Zunächst hatte der Oberbürgermeister geplant, die rund 1,5 Kilogramm schwere Fotografie in seinem Büro aufzuhängen. „Das wäre aber zu schade, denn dort könnte ich es ja nur selbst bewundern. Also suchen wir einen öffentlich zugänglichen Platz“, erklärte Hebbel bei der Übergabe der Dauerleihgabe. Das Werk soll künftig im Foyer des Rathauses einen festen Platz erhalten. „Dieses Werk wird dort würdig präsentiert und dauerhaft an die künstlerische Handschrift Michael Borks erinnern“, sagte Hebbel.

Fotokunst mit plastischem Effekt

Das Motiv fotografierte Michael Bork im September 2023 von der „Wacht am Rhein“ aus mit einer Sony-Alpha-4-Kamera. „Es ist ein sehr realistisches Motiv. In meiner Fotokunst sehe ich zwar etwas durch den Sucher, aber das ist noch nicht die endgültige Bildkomposition. Die entsteht erst später durch die Bearbeitung am Computer“, erklärte Bork.

Dabei werde nichts koloriert oder hinzugefügt. „Meine Vision entsteht in der Nachbearbeitung“, so der Künstler. Den besonderen Effekt erhält das Werk durch den Druck auf Aluminium-Dibond, der dem Bild eine plastische Oberfläche und einen leichten 3D-Look verleiht. Helle und dunkle Farbkontraste verstärken die räumliche Wirkung. „Die Wahrnehmung ist Plastizität“, fasste Bork zusammen.

Ab dem 1. Februar 2026 soll das Exponat im Rathaus öffentlich zugänglich sein. Michael Bork bleibt auch nach seinem Umzug Mitglied der AG Leverkusener Künstler und ist weiterhin über seine Website erreichbar.

www.michaelbork.eu