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„Abscheuliche Tat“Merz nennt Attacke auf CSD „Angriff auf unsere Gesellschaft“

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Eine Polizeibeamtin läuft zwischen Bäumen im Bereich des Tiergartens an einem zerstörten weißen Fahrzeug vorbei, das einen Baum gerammt hatte. Am Rande des Christopher Street Day in Berlin war das Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurde eine Frau getötet, 16 weitere Menschen verletzt, zum Teil schwer.

Eine Polizeibeamtin läuft zwischen Bäumen im Bereich des Tiergartens an einem zerstörten weißen Fahrzeug vorbei, das einen Baum gerammt hatte. Am Rande des Christopher Street Day in Berlin war das Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurde eine Frau getötet, 16 weitere Menschen verletzt, zum Teil schwer. 

Nach dem Angriff auf den Berliner CSD sichert der Bund Unterstützung zu. Merz spricht von einem Angriff auf die Gesellschaft.

Nach dem Angriff eines Autofahrers auf eine feiernde Menschenmenge beim Christopher Street Day in Berlin hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) den Landesbehörden Unterstützung angeboten. Das teilte ein Sprecher der Bundesregierung in der Nacht zum Montag mit.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wurde demnach unmittelbar nach der Tat informiert. „Was für eine abscheuliche Tat in Berlin“, schrieb Merz auf X. „Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft.“

Aktuell fahndet die Polizei nach mindestens einem Tatverdächtigen. Der 21-jährige, polizeibekannte Abdul B. ist flüchtig. Die Behörden ermitteln „aufgrund des Verdachts eines Anschlags“ gegen ihn.

Nach Angaben des Regierungssprechers steht Merz mit Dobrindt in engstem Kontakt und wird von den Sicherheitsbehörden fortlaufend unterrichtet. Der Bundesinnenminister sei im ständigen Austausch mit den Behörden des Landes Berlin.

Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren ist.

Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren ist.

„Diese feige, abscheuliche Attacke auf friedlich feiernde Menschen erschüttert mich zutiefst“, erklärte Dobrindt. „Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese Tat miterleben mussten.“ Der CSU-Politiker dankte den Einsatzkräften. „Wir werden alles daransetzen, diese schreckliche Tat und ihre Hintergründe schnell aufzuklären und zu ahnden.“

Merz betonte, dass Offenheit und Freiheit verteidigt würden und die Tat konsequent aufgeklärt sowie mit aller Härte verfolgt werde. Zugleich sprach er den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus, wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung und dankte den Einsatzkräften.

NRW-Innenminister Reul will Polizei verstärkt sensibilisieren

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Der mutmaßliche Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin macht erneut deutlich, welche Gefahr von islamistischen Einzeltätern ausgeht – Menschen, die ohne Vorwarnung losziehen und Anschläge begehen.“

Er kündigte als Konsequenz an: „Wir werden aktuell die Polizei im Land für die laufenden und anstehenden Veranstaltungen und Feste noch einmal sensibilisieren.“ Klar sei: „Wir dürfen uns unsere Freiheit, unser öffentliches Leben und unsere Feste nicht von Terroristen nehmen lassen. Genau das wäre ihr Ziel – und genau das werden wir nicht zulassen.“ (dpa/red)