Eine Kreuzfahrt nahm eine unerwartete Wendung: Eine Notfall-Durchsage auf der MSC Divina sorgte für Aufregung und einen Polizeieinsatz.
Vorfall auf KreuzfahrtschiffNotfall-Durchsage sorgt auf MSC Divina für Aufregung – Polizei rückt an

Eine Kreuzfahrt nahm eine unerwartete Wendung: Eine Notfall-Durchsage auf der MSC Divina sorgte für Aufregung und einen Polizeieinsatz. (Archivbild)
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Ein beunruhigender Vorfall ereignete sich während einer Reise mit dem Kreuzfahrtschiff MSC Divina: Plötzlich ertönten Notfall-Mitteilungen über die Schiffslautsprecher. Doch der Alarm war nicht echt. Sechs Reisende stehen im Verdacht, sich unbefugt Zugriff auf das schiffseigene System verschafft und die Durchsagen ausgelöst zu haben.
Laut Informationen des Portals „schiffe-und-kreuzfahrten.de“ ereignete sich der Vorfall am frühen Donnerstagmorgen. Zu diesem Zeitpunkt lief der Kreuzfahrtriese nach der Überfahrt aus dem türkischen Marmaris in den Hafen von Neapel ein. Statt einer routinierten Ankunft herrschte an Bord zunächst Verunsicherung: Gäste und Besatzung mussten klären, ob tatsächlich eine Gefahr bestand.
MSC Divina: Sechs Reisende sollen Lautsprecher-System gehackt haben
Nach bisherigen Ermittlungsergebnissen wird sechs jungen Erwachsenen aus Italien vorgeworfen, eine Schwachstelle im internen Netzwerk des Schiffes ausgenutzt zu haben. Die Gruppe, die in zwei Kabinen der MSC Divina untergebracht war, soll das Lautsprechersystem manipuliert und eigene Mitteilungen verbreitet haben.
Die Situation war besonders heikel, weil über die Lautsprecheranlage auf Kreuzfahrtschiffen wichtige Sicherheitsinformationen weitergegeben werden. Eine fingierte Durchsage kann deshalb innerhalb kürzester Zeit für große Verwirrung sorgen und im Extremfall sogar eine gefährliche Massenpanik auslösen.
Ermittlungen nach Ankunft in Neapel
Die Fahrt endete für die Verdächtigen, als das Schiff in Neapel anlegte. Zuvor hatte der Kapitän die zuständigen Stellen informiert. Berichten zufolge wurden die sechs Reisenden von der Hafenbehörde sowie der Grenzpolizei ausfindig gemacht und anschließend den Ermittlungsbehörden übergeben.
Gegenstand der laufenden Untersuchung ist, auf welche Weise die Gruppe Zugang zum internen Netzwerk erlangen konnte. Die Reederei MSC Cruises analysiert nach dem Vorfall die Schwachstelle im System. Das Schiff setzte seine Fahrt durch das Mittelmeer anschließend fort.
Die MSC Divina gehört zu den größten Schiffen der italienischen Reederei MSC Cruises. Der 333 Meter lange Ozeanriese nahm 2012 seinen Betrieb auf und bietet Platz für mehr als 4300 Reisende. Zur Ausstattung zählen zahlreiche Restaurants, Bars, Pools und Unterhaltungsangebote wie ein Theater und ein Casino. Das Kreuzfahrtschiff ist regelmäßig im Mittelmeer unterwegs und wird auch auf internationalen Routen eingesetzt. (jag)
