Ein brennendes Auto auf der A1 und die Sperrung der A4 zwischen Klettenberg und Eifeltor lösten am Montag ein Verkehrschaos aus
Stillstand auf dem Kölner RingLeverkusener Brücke zeitweise gesperrt

Ein ausgebranntes Auto führte am Montag zur zeitweisen Sperrung der Leverkusener Brücke und machte das Verkehrschaos auf dem Kölner Ring perfekt.
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Das war zu erwarten. Auf dem Kölner Autobahnring ging am Montag phasenweise nichts mehr. Weil die A4 seit Freitag zwischen dem Kreuz Köln-West und der Anschlussstelle Köln-Eifeltor wegen des Einbaus von Lkw-Schrankenanlagen bis Donnerstag, 18 Uhr, in Richtung Olpe gesperrt ist, war der Rest des Rings schon am Morgen völlig überlastet.
Auch auf dem Militärring, der von vielen Lkw-Fahrern als Alternativroute genutzt wurde, mussten Autofahrer viel Geduld aufbringen. Die Auswirkungen war im gesamten Kölner Süden zu spüren.
Zu allem Überfluss kam es auf der A1 zwischen dem Kreuz Leverkusen-West und der Ausfahrt Köln-Niehl gegen 9.30 Uhr auch noch zu einem schweren Unfall. Ein Auto hatte Feuer gefangen, nachdem der Fahrer auf der Leverkusener Brücke gegen eine Betonschrammwand gefahren war. Die beiden Personen im Fahrzeug blieben unverletzt, sie konnten sich von allein aus dem Wagen befreien.

Gähnende Leere auf der Autobahn A4 zwischen Kreuz Köln-West und Köln-Eifeltor. Der Einbau der Lkw-Schranken dauert noch bis Donnerstag. Foto: Thomas Banneyer
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Der Einsatz der Feuerwehr, die den Brand zwar schnell löschen konnte, hatte eine Sperrung der Brücke zur Folge, die noch bis 15.30 Uhr zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Der linke Fahrstreifen Richtung Koblenz wurde durch den Brand so stark beschädigt, dass die Reparatur wohl bis Mittwoch dauern wird. Zeitweise brauchten Autofahrer bis zu einer Stunde, um über den Rhein zu kommen.
Zweiter schwerer Unfall auf der A3
Am Nachmittag kam es auf der A3 zu einem weiteren Unfall und erheblichen Staus. Gegen 14 Uhr mussten Einsatzkräfte der Feuerwehr eine Frau zwischen der Ausfahrt und dem Kreuz Leverkusen Richtung Oberhausen nach einem Unfall aus ihrem Fahrzeug befreien und dabei ein Loch in die Fahrerseite schneiden. Während der Rettungsaktion war nur ein Fahrstreifen frei.
Noch bis kommenden Donnerstag, 18 Uhr, müssen Autofahrer auf dem Kölner Ring damit rechnen, dass jede kleinste Störung große Auswirkungen hat. Bis dahin bleibt die Sperrung auf der A4 bestehen. Die Autobahn GmbH Rheinland hat am Montag noch einmal bekräftigt, dass der Einbau der Schrankenanlage pünktlich beendet sein wird. Am Freitag beginnen in NRW die Sommerferien. Der ADAC rechnet ab dem Mittag mit einem hohen Verkehrsaufkommen.
Die Sperrung der Auffahrt zur A4 in der Anschlussstelle Klettenberg Richtung Olpe wird aber noch bis zum 1. August bestehen. Dort muss neben der Schranke noch eine Wendeanlage eingebaut werden, damit Lkw, die von der Luxemburger Straße fälschlicherweise auf die A4 abgebogen sind, abgeleitet werden können. Die Umleitung zur Auffahrt Köln-Eifeltor ist mit einem roten Punkt ausgeschildert.
Köln beteiligt sich am Lenkungskreis zur Bonner Nordbrücke
Um mehr Einfluss auf die großräumige Verkehrsführung auf den Autobahnen rund um Köln nach der Sperrung der Bonner Nordbrücke nehmen zu können, ist die Stadt jetzt auch im Lenkungskreis zur Koordinierung der Nordbrücken-Sperrung vertreten. Er setzt sich bisher zusammen aus Mitgliedern des Bundesverkehrsministeriums unter Leitung von Staatssekretärin Claudia Elif Stutz, der Autobahn GmbH, des Landes NRW, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises.
Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) erhofft sich davon, dass der Fernverkehr, der wegen der Sperrung in Bonn über Jahre zusätzlich auf Köln zukommen wird, zum Teil großräumiger umgeleitet werden. Dabei geht es vor allem um den Verkehr, der nur als Transit durch NRW läuft. Die abgelastete A4-Brücke Köln-Eifeltor muss noch bis 2028 durchhalten, bevor sie durch einen Neubau ersetzt werden kann.
Stauchaos auch am Freitag
Einen extremen Stau erlebten viele Autofahrer bereits am vergangenen Freitagnachmittag in der Innenstadt, am Nachmittag ging zeitweise nichts mehr auf der Rheinuferstraße und der Nord-Süd-Fahrt. Die Stadt sieht mehrere Ursachen: Zum einen sind derzeit viele Bahnlinien eingeschränkt, der Linienweg einiger KVB-Verbindungen wie der 7 ist unterbrochen. Aus dem Grund steigen offenbar viele Bürger auf das Auto um. Darüber hinaus war die Bahnverbindung Köln-Düsseldorf wegen der Brände am Freitagvormittag gesperrt.
Auch verschärfte die Sperrung der A4 in Fahrtrichtung Olpe im Bereich Eifeltor die Situation. Zudem gebe es einige größere Baustellen in der Stadt wie auf der Mindener Straße und der Universitätsstraße.Dazu kam das Konzert von BAP im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion und ein Konzert in der Lanxess-Arena. Nicht zuletzt war am Freitag der Bereich Amsterdamer Straße/ Innere Kanalstraße mehrere Stunden für die Entschärfung der Weltkriegsbombe gesperrt. Die Sperrung dauerte bis zum Nachmittag. (mft)