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Brücke eingehängtLücke für Autobahnanschluss Frechens an die A4 geschlossen

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Langsam wurde die Brücke in Position gebracht und auf die Einfassungen runtergelassen.

Langsam wurde die Brücke in Position gebracht und auf die Einfassungen runtergelassen.

Die A4 ist zwischen den Kreuzen Köln-West und Kerpen noch bis Montag, 13. Juli, 5 Uhr, in beide Richtungen voll gesperrt. Auch die Anschlussstelle Frechen-Nord ist gesperrt.

Für ein langes Wochenende (10.-12. Juli) herrscht Ruhe auf der Autobahn 4 zwischen den Kreuzen Kerpen und Köln-West. Beide Fahrspuren sind gesperrt, die Raststätten geschlossen. Grund ist der Einbau eines Brückenteils für den seit 2011 geplanten Zubringer von der Aachener Straße in Königsdorf zur BAB 4.

Seit mehr als zehn Jahren ist bereits ein 800 Meter langer Damm entlang der Trasse der RWE-Nord-Süd-Bahn zwischen BAB 4 und der Bahnlinie Köln-Aachen aufgeschüttet. Hierauf soll dann später die Verbindungsstraße L 361n verlaufen. Lange Zeit wurde benötigt, um die Brücke über die Bahnschienen zu bauen, und auch der Bau der Widerlager für die Autobahnüberquerung ließ auf sich warten.

Frechen: Am Freitagnachmittag rollte ein spezieller Tieflader an

„Es gab mehrere Gründe, die zu den Verzögerungen geführt haben“, so Torsten Gaber, Pressesprecher von Straßen NRW. Dazu gehörten Starkregenereignisse ebenso wie Mauereidechsen, die erst einen neuen Wohnraum erhalten mussten. Auch die Abstimmungen mit der Deutschen Bahn waren zeitaufwändig.

Nun aber kam am Wochenende wieder Bewegung in die Angelegenheit. In den vergangenen Wochen war neben der Autobahn das 180 Tonnen schwere Brückenteil aus Stahlfertigteilen zusammengeschraubt worden. Am Freitagnachmittag rollte ein spezieller Tieflader an, der den Stahltrog auflud. Das Gefährt mit seinen zwölf einzeln lenkbaren Achsen rollte dann mit der schweren Last langsam auf die Autobahn und stellte sich dann quer zur Fahrbahn auf.

Da war Millimeterarbeit gefragt.

Da war Millimeterarbeit gefragt.

Mit einem zwölfachsigen Tieflader wurde das Brückenteil in Position gebracht.

Mit einem zwölfachsigen Tieflader wurde das Brückenteil in Position gebracht.

Trotz Sperrungen und Ankündigungen verirrten sich zwei Lkw auf die A4 und mussten umdrehen.

„Dafür brauchten wir knapp zwei Stunden, waren um Mitternacht fertig“, so Patrick Kleuser, der den Tieflader steuerte. „Problematisch war es, von der Baustelle um die Ecke auf die Bahn zu kommen.“ Hierfür waren vorher die kniehohen Schrammborde aus Beton, die die Baustelle von den Fahrbahnen trennt, entfernt worden. Kleuser musste lachen, als er das erzählte: „Ich fuhr früher im Fernverkehr und habe mich immer gewundert, warum hier eine Baustelle war, auf der sich wohl nichts tat.“ Jetzt weiß er es besser.

Nachdem der Stahltrog seine Position bezogen hatte, rollten zwei mobile Schwerlastkrane an und wurden für ihren Einsatz präpariert. Jeweils 90 Tonnen Gegengewichte wurden ihnen aufgeladen, damit sie nicht umkippen, wenn sie das Bauteil anheben. Ursprünglich sollte der Einbau gegen fünf Uhr beginnen, doch in der Nacht einigte man sich darauf, den Start wegen der Lichtverhältnisse auf sieben Uhr zu verschieben. Für einige Frühaufsteher, die mit dem Sonnenaufgang eine benachbarte Brücke als Loge nutzten, hieß es nun, abwarten.

Frechen: Per Funk erhielten die Kranführer ihre Kommandos

Für Kranführer Marco Lübke, der den Beruf seit zehn Jahren ausübt, und seinen Partner im zweiten Kran, Florian Ulland, war der Job kein Problem. Mit schweren Ketten wurde das 40 Meter lange und zwölf Meter breite Bauteil an die Haken genommen und langsam ging es nach oben. Zwischendurch stoppte der Vorgang, da ein Baustatiker noch einige Kontrollen vornehmen wollte.

Per Funk erhielten die Kranführer dann ihre Kommandos, um das Bauteil langsam einzuschwenken und dann in der richtigen Position wieder runterzulassen und in das Widerlager einzufügen. Zwischendurch musste der Stahltrog samt „Verpackung“ etwas neu ausgerichtet werden, bis es endgültig seinen Platz gefunden hatte.

Mit dem Sonnenaufgang kamen auch die ersten Schaulustigen zur Baustelle.

Mit dem Sonnenaufgang kamen auch die ersten Schaulustigen zur Baustelle.

Torsten Gaber und seine Kollegen von Straßen NRW, die zusammen mit den Bauarbeitern den Einbau aufmerksam verfolgten, verlief alles nach Plan und so konnte noch am Samstag die Baustelle auf der Autobahn langsam wieder zurückgebaut werden, damit der normale Verkehr ab Montag um fünf Uhr wieder rollen kann.

In den kommenden Monaten werden nun sowohl die BAB-Überquerung als auch der Anschluss der Trasse der L 361n an die Aachener Straße ausgebaut. Für den Bau des Kreisverkehrs wird die Aachener Straße zwischen Horrem und Königsdorf für mehrere Monate komplett gesperrt.