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AutobahnSchäden an Fahrbahn bei Bensberg werden repariert

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Das Foto zeigt die Autobahn A4

Die Fahrbahn der Autobahn A4ist kurz nach Fertigstellung der Sanierung erneut beschädigt

Die Autobahn GmbH kündigt die Reparatur der beschädigten Fahrbahn an der A4 bei Bensberg an

Eine Woche nach den ersten Meldungen über aufbrechenden Asphalt auf der frisch sanierten A4 hat sich die Autobahn GmbH erstmals ausführlich zu den Hitzeschäden geäußert. Die beschädigten Stellen sollen in dieser Woche repariert werden, wie die Autobahn GmbH mitteilte. Einen konkreten Termin nennt sie allerdings nicht.

Unbeantwortete Frage

Ebenso wenig beantwortet sie die zentrale Frage, warum sich die Schäden nur auf wenigen Abschnitten der erst kürzlich fertiggestellten Fahrbahn zeigen, während andere Fugen derselben Bauart die Hitzewelle offenbar unbeschadet überstanden haben. Die Schäden waren bereits in der vorvergangenen Woche erstmals gemeldet worden. Autofahrer berichteten von herumfliegenden Asphaltstücken, im Verkehrsfunk wurde vor Fahrbahnschäden gewarnt.

Bei einer Inaugenscheinnahme durch die Redaktion zeigte sich, dass sich die Fahrbahn bereits kurz hinter der Anschlussstelle Bergisch Gladbach-Bensberg (ehemals Moitzfeld) entlang einer Naht zwischen zwei Asphaltbahnen auflöste. Flüssiges Bitumen wurde über weite Strecken von den Reifen der Fahrzeuge verteilt, Asphaltstücke lösten sich aus der Fahrbahn und wurden hochgeschleudert.

Weitere Schäden

Weitere Schäden wurden auch zwischen Untereschbach und Overath sichtbar. Fünf Tage lang hatte die Autobahn GmbH trotz mehrfacher Nachfragen keine Erklärung für die Ursache geliefert. Die Stellungnahme müsse zunächst mit der Berliner Zentrale abgestimmt werden, hieß es.

Nun erklärt die Behörde, auf insgesamt „rund einem Kilometer zwischen den Anschlussstellen Bergisch Gladbach-Bensberg und Overath“ sowie auf einem „Teilstück zwischen Untereschbach und Overath“ seien durch die außergewöhnliche Hitze Schäden entstanden. Die Fugenmasse habe sich stark erwärmt, sei weich geworden und habe sich ausgedehnt. Gleichzeitig seien bereits „vorhandene oberflächennahe Bitumenanreicherungen aufgrund ihrer hohen Klebewirkung teilweise aus der Fahrbahn herausgezogen“ worden. Dadurch hätten sich kleinere Schadstellen gebildet.

Gute Fugen, schlechte Fugen

Einen Zusammenhang mit der Bauqualität weist die Autobahn GmbH ausdrücklich zurück. Die Schäden stünden „nicht im Zusammenhang mit der Qualität der Bauausführung“. Solche Erscheinungen könnten bei extremer Hitze auch auf neu hergestellten Asphaltfahrbahnen auftreten und träten meist nur lokal auf.

Genau an diesem Punkt bleiben jedoch Fragen offen. Weshalb die Schäden auf der A4 nur an wenigen, eng begrenzten Abschnitten entstanden sind, während andere Fugen derselben neu sanierten Strecke augenscheinlich keinerlei Auffälligkeiten zeigen, beantwortet die Autobahn GmbH auch in ihrer nun mit der Berliner Zentrale abgestimmten Stellungnahme nicht.

Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Schäden hatte diese Zeitung auf den auffälligen Umstand hingewiesen, dass ausgerechnet die wenige Wochen zuvor abgeschlossenen Restarbeiten der seit 2023 sanierten Strecke von der ersten großen Hitzewelle betroffen waren. Gleichzeitig hatte die Autobahn GmbH damals auf andere hitzebedingte Schäden in Deutschland verwiesen – dort allerdings überwiegend auf älteren Strecken oder Betonfahrbahnen.

Warnschilder versetzt

Auch die Darstellung der Verkehrsabsicherung wirft Fragen auf. Die Autobahn GmbH erklärt, die Gefahrenstellen seien ausgeschildert worden und die Geschwindigkeit sei herabgesetzt worden. Tatsächlich wurden die Warnschilder „Achtung Straßenschäden“ im Laufe der vergangenen Woche jedoch noch einmal versetzt. Sie stehen inzwischen bereits in Höhe des Rastplatzes Rötgesberg-Süd.

Direkt dahinter beginnt eine Geschwindigkeitsbegrenzung – allerdings lediglich auf Tempo 120. Die Schadstellen beginnen bereits davor. Nach Angaben der Autobahn GmbH kontrollieren die Autobahnmeistereien bei hohen Temperaturen die Strecken verstärkt. Werden Schäden festgestellt, würden je nach Lage Fahrstreifen gesperrt oder Geschwindigkeitsbegrenzungen eingerichtet, im Extremfall könne ein Abschnitt vollständig gesperrt werden.

Die nun angekündigten Reparaturen sollen in „verkehrsarmen Zeiten“ unter zeitweisen „Fahrstreifensperrungen“ erfolgen. Wann genau die Arbeiten beginnen und wann die Schäden vollständig beseitigt sein werden, lässt die Autobahn GmbH weiterhin offen. Damit bleibt auch mehr als eine Woche nach den ersten Rissen auf der nagelneuen A4 manches ungeklärt.