Historisches bei Kölsch und Schnitzel bietet der Klausmann mit seiner Ausstellung. Auf die Beine gestellt hat das der Bergische Geschichtsverein.
AusstellungKultkneipe Klausmann zeigt die Geschichte der Gaststätte und von Bensberg

Im Klausmann gibt es eine Dauerausstellung, die der Bergische Geschichtsverein mit (v. l.) Hans-Peter Schiele, Archivar Peter Lückerath, dem Vorsitzenden Lothar Eschbach und Klausmann-Pächter Daniel Schmidt gestaltet hat.
Copyright: Lars Heyltjes
Dass die Gaststätte Klausmann in Bensberg auf der linken Seite steht, wenn man die Kölner Straße hinaufgeht, ist wohlbekannt. Umso erstaunter reagierten Gäste, als sie bei ihrem Besuch auf einem Foto sahen, dass das Haus auf der rechten Seite steht: „Das hat mich auch gewundert. Dann hat sich herausgestellt, dass es nicht der Klausmann, sondern Haus Frankenforst war“, gesteht Pächter Daniel Schmidt.
Aufklärung leistete der Bergische Geschichtsverein (BGV), der in der Gaststätte eine Dauerausstellung auf die Beine gestellt hat. Zu sehen sind 20 historische Aufnahmen in verschiedenen Formaten, die teilweise auf Schallschutzplatten aufgedruckt wurden. Nun erleben der Bensberger Bahnhof, das Alte Schloss Bensberg, der Klausmann und eben auch Haus Frankenforst eine Renaissance.
Das Angebot hat reges Interesse und zahlreiche Nachfragen mitsich gebracht
Die Idee ging von Klausmann-Inhaberin Ruth Schmidt-Schütte aus, die die Geschichte des Hauses und der Stadt in den Räumlichkeiten präsentieren wollte. Sie wendete sich an den BGV, der über ein prall gefülltes Archiv verfügt: „Wir haben dann nach geeignetem Material gewühlt und uns um die Beschreibung der Bilder gekümmert“, erklärt der Vereinsvorsitzende Lothar Eschbach. Mit Archivar Peter Lückerath durchstöberte er auch das Stadtarchiv und nicht zuletzt die Sammlung der Familie Klausmann. Herausgekommen ist eine Ausstellung, die die Betrachter auf eine interessante Zeitreise mitnimmt.

Den ehemaligen Bahnhof Bensberg gibt es im Klausmann zu sehen. (Repro)
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Das hat bereits reges Interesse und zahlreiche Nachfragen der Gäste mitsichgebracht: „Die Fotos sorgen für Gesprächsstoff im Laden, teilweise sind noch Zeitzeugen und Verwandte auf mich zugekommen und hatten Nachfragen“, so Schmidt – und Korrekturwünsche wie bei Haus Frankenforst.
Wir sind auch an Aufnahmen aus Nachlässen interessiert. Erst digitalisieren wir sie, dann übergeben wir sie dem Stadtarchiv
Ein weiterer wichtige Punkt bei den Recherchen war das Alter der abgebildeten Personen. Hinweise dazu nimmt der BGV, der sich nur aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert, jederzeit entgegen: „Wir sind auch an Aufnahmen aus Nachlässen interessiert. Erst digitalisieren wir sie, dann übergeben wir sie dem Stadtarchiv“, sagt Eschbach. „Die Quellensuche ist ein laufender Prozess.“

Auch das Alte Schloss zeigt die Ausstellung. (Repro)
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Nicht nur dass, er sorgt auch für Inspiration. Angeregt vom Thema habe er sich mit der Entstehung des Klausmann beschäftigt, so Lückerath. Das Ergebnis steht in der nächsten Ausgabe des BGV-Magazins „Heimat zwischen Sülz und Dhünn“. Weitere Infos gibt es im Internet.
Hans-Peter Schiele, der dem Verein bei dem Projekt Klausmann beratend zur Seite stand, betont, dass die Hängung mit Sinn und Verstand durchgeführt worden sei. Sogar eine Innenarchitektin sei dabei gewesen, um die historischen Schätze ins rechte Licht zu rücken. Interessierte können die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Klausmann kostenfrei besichtigen: donnerstags: 16.30 bis 23.00 Uhr, freitags und samstags: 12 bis 1 Uhr, sonn- und feiertags: 12 bis 22 Uhr.
