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Millionen & GeheimnisseStrafanzeige eingereicht – Fürst Albert geht gegen einstigen Vertrauten vor

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Albert II., Fürst von Monaco, und Fürstin Charlène von Monaco.

Albert II., Fürst von Monaco, und Fürstin Charlène von Monaco. (Archivbild)

Medienberichten zufolge haben die Grimaldis Strafanzeige gegen einen entlassenen langjährigen Mitarbeiter gestellt.

Vor zwei Jahren erschütterte ein großer Skandal um Fürst Albert II (65) das kleine Fürstentum Monaco. Eine anonyme Website mit dem Namen „Les Dossiers du Rocher“ veröffentlichte Dokumente, die auf mögliche Korruptionsfälle in Monaco hinwiesen. Ein Name, der in diesen Dokumenten immer wieder genannt wird, ist Claude Palmero, der jahrelang als Vermögensverwalter für Fürst Albert sowie seine Schwestern Caroline und Stéphanie tätig war.

Fürst Albert II. zieht mit seinen Schwestern Caroline und Stéphanie vor Gericht

Als Reaktion auf die negativen Berichterstattungen haben die Mitglieder der Grimaldi-Familie nun eine bedeutende Entscheidung getroffen: Fürst Albert II. und seine Schwestern Caroline und Stéphanie haben rechtliche Schritte gegen ihren ehemaligen Vertrauten eingeleitet und Strafanzeige gegen ihn erstattet. In einem aktuellen Interview mit „Monaco Matin“ äußerte sich der 65-jährige Fürst zu dieser Entscheidung.

Eine interne Finanzprüfung führte zu der Entscheidung, rechtliche Schritte gegen Claude Palmero einzuleiten, der bereits Alberts Vater, den 2005 verstorbenen Fürsten Rainier III, beraten hatte. Laut „Bild“-Zeitung soll der langjährige Mitarbeiter auch über Familieninterna bestens informiert sein. Das Fürstenhaus sei deshalb besorgt, was er verraten könnte.

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„Wir haben die Justizbehörden eingeschaltet, und nun müssen wir ihnen erlauben, ihre Arbeit zu tun. Mehr kann ich dazu im Moment nicht sagen“, so der seit 2005 regierende Monarch gegenüber „Monaco Matin“. Er drückte seine Zuversicht aus, dass bald mehr Klarheit in der Angelegenheit herrschen werde.

Fürst Albert will klar Verhältnisse schaffen

Schon im Juli 2023 reagierte Albert II. auf die Vorwürfe, die in den sogenannten „Felsen-Akten“ erhoben wurden. Er beendete die Zusammenarbeit mit seinem früheren Vermögensverwalter Claude Palmero. „Das Vertrauen ist verloren gegangen. Ich beabsichtige, im Fürstentum für klare Verhältnisse zu sorgen“, erklärte er seine Entscheidung.

Palmero nahm seinen Rauswurf nicht stillschweigend hin. Er behauptete, die Entlassung sei aufgrund unbewiesener Anschuldigungen erfolgt. Um eine Entschädigung in Höhe von einer Million Euro zu erhalten, will er Fürst Albert II. verklagen.

Palmero reagierte auch auf die jüngste Strafanzeige. „Die Anwälte von Herrn Claude Palmero werden alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Angesichts der schwierigen Bedingungen für eine faire Justiz in Monaco kündigen sie nun an, sich in Kürze an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu wenden“, teilten die Anwälte des 67-Jährigen auf Anfrage der „Bild“-Zeitung mit.

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