Erneuter Ebola-Ausbruch im Kongo: Die Gesundheitsbehörde bestätigt erste Todesfälle und warnt vor einer weiteren Ausbreitung.
Neuer Ebola-AusbruchBehörden im Kongo melden vier Tote und 246 Verdachtsfälle

In der Demokratischen Republik Kongo ist das gefährliche Ebola-Fieber ausgebrochen. Behörden sind in Sorge. (Archivbild)
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Ein erneuter Ausbruch des Ebola-Fiebers wurde in der Demokratischen Republik Kongo registriert. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC hat vier Todesfälle in der Provinz Ituri bestätigt, welche im Nordosten des Landes an Uganda und den Südsudan angrenzt. Bisher wurden 13 Ebola-Infektionen durch ein Labor in der Hauptstadt Kinshasa verifiziert.
Nach Angaben der Africa CDC gibt es derzeit 246 Verdachtsfälle und 65 gemeldete Todesopfer. Vorläufige Laboranalysen deuten darauf hin, dass es sich nicht um die verbreitetste Variante, den Zaire-Ebolavirus, handelt, sondern um einen anderen Virustyp. Die Resultate einer Sequenzierung zur genaueren Charakterisierung des Erregerstammes sollen nach Angaben der Africa CDC binnen der kommenden 24 Stunden vorliegen.
Behörde besorgt über Ausbreitungsrisiko
Die Gesundheitsbehörde äußerte Besorgnis über die Gefahr einer weiteren Verbreitung, da sich der Seuchenherd in einer urbanen Grenzregion mit starkem Personenverkehr befindet. Deshalb wurde eine Krisensitzung zur Koordination mit den Gesundheitsämtern aus dem Kongo, Uganda und dem Südsudan sowie mit internationalen Gesundheitsorganisationen einberufen.
Bei Ebola handelt es sich um eine infektiöse und potenziell tödliche Krankheit, die durch Körperkontakt und den Kontakt mit Körperflüssigkeiten weitergegeben wird. Ohne sofortige medizinische Versorgung von Infizierten erreicht die Sterberate laut dem Robert Koch-Institut bis zu 90 Prozent.
Frühere Ausbrüche forderten Tausende Todesopfer
Zwischen 2014 und 2015 kamen bei einer großen Epidemie in Westafrika über 11.000 Personen ums Leben. In der Demokratischen Republik Kongo wurden die letzten Ebola-Infektionen im September 2025 gemeldet. Jener Ausbruch in der Provinz Kasaï im Südwesten des Landes, der 45 Menschenleben forderte, wurde nach drei Monaten als beendet eingestuft. Dies markiert den 16. Ebola-Ausbruch in dem zentralafrikanischen Staat seit 1976. (dpa/red)
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