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Meningitis-Ausbruch in EnglandZwei Menschen sterben nach Infektion

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Großbritannien - Meningitis

Menschen stehen an, um vorsorglich Antibiotika zu erhalten.

Infolge zweier Todesopfer durch Hirnhautentzündung im Süden Englands wird Hunderten präventiv ein Antibiotikum verabreicht. Die Hintergründe der Maßnahme.

Präventive Antibiotika-Gabe für Hunderte – wichtige Fakten zur Infektionskrankheit

In der südenglischen Grafschaft Kent erhalten Hunderte Personen eine prophylaktische Antibiotika-Behandlung, nachdem zwei Menschen an Meningitis gestorben sind. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet, entstanden vor den Verteilungsstellen erhebliche Warteschlangen. In der jüngsten Vergangenheit kamen ein Schüler und ein Student aus Canterbury ums Leben.

Aktuell werden zusätzliche Infizierte stationär versorgt. Die genaue Anzahl der Personen, die eine prophylaktische Therapie bekommen sollen, ist vorerst nicht bekannt.

Ursache sind Meningokokken-Bakterien des Typs B

Die Infektionen sind auf Meningokokken vom Typ B zurückzuführen. Diese Bakterien können zu schwerwiegenden Hirnhautentzündungen (Meningitis) sowie zu Blutvergiftungen (Sepsis) führen. Fachleuten zufolge ist ein sehr rascher Krankheitsverlauf möglich.

Die Übertragung der Keime erfolgt via Tröpfcheninfektion, beispielsweise beim Husten, Niesen oder Küssen. Erste Symptome der Erkrankung gleichen häufig einem grippalen Infekt und beinhalten Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schüttelfrost sowie ein starkes Krankheitsgefühl.

Erhebliche Sterberate und gravierende Spätfolgen nicht ausgeschlossen

Die Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Meningitis sieht vor, dass bei einem fundierten klinischen Verdacht sofort eine Behandlung mit Antibiotika eingeleitet werden muss. Ein kritischer Krankheitsverlauf kann einen septischen Schock, multiples Organversagen oder Hirnschädigungen zur Folge haben.

Laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt die Letalität zwischen 7 und 15 Prozent. Zahlreiche Genesene kämpfen außerdem mit gravierenden Spätfolgen. Für Deutschland rät die Ständige Impfkommission (Stiko) zur Immunisierung gegen Meningokokken des Typs B bei allen Säuglingen im Alter von zwei Monaten und älter. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.