In der Kathedrale Notre-Dame-Immaculée in Monaco hat am 4. November die Trauerfeier für Antoine de Massy stattgefunden. Der 29-Jährige, Sohn von Fürst Alberts Cousin Baron Christian de Massy, war am 25. Oktober nach einem Sturz aus etwa 13 Metern Höhe in einen Garten an der Larvotto-Promenade tot aufgefunden worden. Neben Fürst Albert II., Fürstin Charlène und Prinzessin Caroline von Hannover nahm die engere Fürstenfamilie an der Zeremonie teil.
Auffällig zurückhaltend zeigte sich das Fürstentum bei der visuellen Dokumentation des Abschieds. Während Medienvertreter weitgehend außen vor blieben, veröffentlichte der offizielle Kanal der monegassischen Fürstenfamilie auf Instagram lediglich eine einzige Aufnahme der Trauerfeier.
Das Bild zeigte das Geschehen in der Kathedrale ausschließlich aus der Vogelperspektive von oben, wodurch die Gesichter der trauernden Angehörigen distanziert und unkenntlich blieben.
Bewegende Worte in der Kathedrale
Wie die Zeitung „Monaco-Matin“ berichtet, trug Alexandre Grimaldi, der 23-jährige Sohn von Fürst Albert aus der Beziehung mit Nicole Coste, den Sarg gemeinsam mit drei weiteren Personen in das Gotteshaus. In einer Ansprache auf Englisch und Französisch würdigte Grimaldi den Verstorbenen als „meinen lieben Cousin, meinen großen Bruder“.
Antoine habe ihm einst „das Autofahren auf dem Parkplatz des Monte-Carlo Country Club beigebracht“. Gemeinsame Urlaube in der Karibik bezeichnete Grimaldi als die „glücklichsten Momente“ seines Lebens und schloss seine Rede mit den Worten: „Ich liebe dich jetzt und für immer.“
Ermittlungen gegen Begleiter dauern an
Unterdessen dauern die Untersuchungen zu den genauen Todesumständen an. Antoines Vater, Baron Christian de Massy, erklärte gegenüber der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“, sein einziger Sohn sei „mein Leben“ gewesen. Zudem betonte er: „Es war absolut kein Unfall und auch kein Suizid, nichts dergleichen. Aber ich kann jetzt nicht darüber sprechen, weil die Ermittlungen noch laufen.“
Nach übereinstimmenden Medienberichten hatten Antoine de Massy und ein Begleiter in der fraglichen Nacht gemeinsam das Lokal „Sass' Café“ verlassen. Gegen diesen Mann erhob ein Ermittlungsrichter am 28. Oktober Anklage wegen des Verdachts auf unterlassene Hilfeleistung sowie fahrlässige Tötung. (jag)

