Rudolf Graf von Schönburg-Glauchau ist tot. Der deutsche Aristokrat und langjährige Hoteldirektor starb am 17. Oktober im Alter von 94 Jahren.
In Marbella, wo er den Großteil seines Lebens verbrachte, wird der als „Conde Rudi“ oder auch „Graf Rudi“ bekannte Graf als eine der prägendsten Figuren der Stadt gewürdigt. Viele Prominente zeigten sich gerne in seiner Nähe.
Rudolf Graf von Schönburg-Glauchau gestorben – „Conde Rudi“ wurde 94 Jahre alt
Viele Jahre lang leitete Rudolf Graf von Schönburg-Glauchau das legendäre Marbella Club-Luxushotel. Er war einst von Prinz Alfonso von Hohenlohe dorthin geholt worden. Gemeinsam verwandelten sie den damals noch beschaulichen Küstenort in ein internationales Ferienparadies.
Im Nobelhotel empfing „Graf Rudi” zahlreiche Prominente und Mitglieder europäischer Königshäuser, darunter Elizabeth Taylor, Sean Connery und Audrey Hepburn. Die Gäste schätzten seine elegante Gastfreundschaft und sein Gespür für Details.
Marbella trauert um Rudolf Graf von Schönburg-Glauchau
1971 heiratete der Graf Prinzessin Marie-Louise von Preußen, eine Urenkelin Kaiser Wilhelms II. und Cousine der ehemaligen spanischen Königin Sofía. Das Paar hat zwei Kinder: Sophie und Friedrich.
Die Familie pflegte enge Beziehungen zu mehreren europäischen Fürstenhäusern. In den vergangenen Jahren lebten sie in der Region Nagüeles bei Marbella. Marie Louise engagierte sich dort auch wohltätig.
Graf Rudolf erhielt zahlreiche Ehrungen, darunter den spanischen Orden Isabellas der Katholischen, das Bundesverdienstkreuz sowie die Silbermedaille für Verdienste um den Tourismus. Er war zudem Ritter des Malteserordens und des Königlich Bayerischen Hausritterordens vom Heiligen Georg.
Das Marbella Club Hotel würdigte seinen früheren Direktor in einem Nachruf. Hotelbesitzerin Jennica Arazi erinnerte in diesem an seine Großzügigkeit, seinen Humor und sein elegantes Auftreten. „Rudi hat uns gelehrt, dass das wahre Vermächtnis darin besteht, was wir an andere weitergeben“, erklärte sie. (red)

