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Klartext nach AfD-TriumphBeliebter Komiker macht Merz zum Sündenbock – und will im Osten bleiben

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Dieter Hallervorden

Dieter Hallervorden ist kein Freund der AfD. (Archivfoto)

Der 91-Jährige war auf der Wahlparty der CDU restlos bedient. Trotzdem will er nicht gegen die AfD zurückstecken.

Nach dem Wahldebakel in Sachsen-Anhalt war Dieter „Didi“ Hallervorden sichtlich bedient. Seine gute Laune vom Vortag – es war sein Geburtstag – war schnell dahin. Es dauerte auch nicht lange, da hatte der beliebte Komiker auch schon einen Südenbock ausgemacht.

Im Mittelpunkt seiner ehrlichen Abrechnung steht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Dabei nahm der 91‑Jährige bei der Wahlparty der CDU in Magdeburg kein Blatt vor den Mund.

AfD-Wahlsieg: Dieter Hallervorden beschuldigt Friedrich Merz

In einem ARD-Interview polterte Hallervorden, dass der Regierungschef irgendwann nicht mehr Merz heißen werde. Der CDU-Politiker trage maßgeblich dazu bei, dass der CDU inzwischen auch auf Bundesebene kaum noch etwas zugetraut werde. Dies habe sich, so Hallervorden, negativ auf die Stimmung im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt ausgewirkt.

Hallervorden war als Gast bei der CDU-Wahlparty in Magdeburg dabei. Bis zur letzten Minute hoffte er auf ein besseres Wahlergebnis für die CDU – vergeblich.

Dieter Hallervorden will in Dessau bleiben

Der Künstler nutzte diese Gelegenheiten zudem, um den politischen Kurs von CDU und SPD in der Bundesregierung scharf zu kritisieren.

Im Vorfeld hatte er kräftig Wahlkampf für die CDU betrieben. Gemeinsame Auftritte mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) waren aber scharf kritisiert worden. 

In seiner Heimatstadt Dessau-Roßlau betreibt Hallervorden seit 2022 das Mitteldeutsche Theater in der restaurierten Marienkirche am Schlossplatz. Das vielseitige Gastspielhaus bietet Theater, Kabarett, Comedy, Lesungen, Konzerte und Varieté und ist nicht zu verwechseln mit dem traditionsreichen Anhaltischen Theater Dessau.

Auf die Frage, ob er trotz des Wahlsieges der AfD um Spitzenkandidat Ulrich Siegmund bleiben werde, reagierte Hallavorden entschlossen. „Ich werde trotz des Wahlergebnisses in Sachsen-Anhalt bleiben. Ich werde mein Publikum weiter unterhalten, so wie ich es für richtig halte, ohne mich nach den Vorgaben der AfD zu richten.“ (mbr)