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Russischer AußenministerLawrow spricht von „echtem Krieg “mit Deutschland

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Wladimir Putin (r.), Präsident von Russland, und Sergej Lawrow, Außenminister von Russland.

Wladimir Putin (r.), Präsident von Russland, und Sergej Lawrow, Außenminister von Russland. (Archivfoto)

Der russische Außenminister greift Bundeskanzler Friedrich Merz scharf an und wertet die deutschen Reaktionen auf den Drohnenvorfall in Leipzig als Schritt in Richtung Kriegserklärung.

Der Kreml verschärft den Ton: Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat der Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz vorgeworfen, einen neuen Krieg mit Russland anzustreben. Anlass seiner Äußerungen war der Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne am Flughafen Leipzig Anfang August. In der Nähe hatten sich ukrainische Frachtflugzeuge befunden.

„Sie haben erklärt, es handele sich um eine russische Drohne, ohne dass jemand versucht hätte, genauer nachzuforschen“, sagte Lawrow nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen am Sonntag. Der Vorfall sei „letztlich der Beginn eines echten Krieges“.

Russland: Deutschland will „wieder Krieg“ gegen Russland

Der Flughafen Leipzig gilt als wichtiger Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine. Die Bundesregierung macht Russland für den mutmaßlichen Anschlagsversuch verantwortlich. Als Reaktion kündigte sie die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des russischen Kulturzentrums in Berlin, des sogenannten Russischen Hauses, an.

Lawrow kritisierte die Entscheidung scharf. „Ich erinnere mich, dass die Deutschen vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, des Großen Vaterländischen Krieges, ebenfalls ihre diplomatischen Vertretungen geschlossen haben“, sagte er. Deutschland wolle „wieder Krieg“.

Sergej Lawrow macht Deutschland schwere Vorwürfe

Zugleich griff der russische Außenminister Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) persönlich an. Dieser steuere „im Grunde auf eine Kriegserklärung gegen uns zu“, sagte Lawrow. Die Lehren aus der Geschichte seien nicht berücksichtigt worden.

Die russische Regierung werde daraus „entsprechende Schlussfolgerungen ziehen“, kündigte Lawrow an. Moskau hat seinerseits bereits die Schließung mehrerer Standorte des Goethe-Instituts in Russland angekündigt. Zudem bestellte die Regierung den deutschen Geschäftsträger in Moskau ein und verurteilte „antirussische Handlungen und Äußerungen der deutschen Behörden“.

Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete die Entscheidung der Bundesregierung als „erneuten schweren Fehler“, der den Interessen des deutschen Volkes widerspreche. Der Schritt stehe im Zusammenhang mit den „bevorstehenden Wahlkämpfen“ in Deutschland. (mbr/afp)