Iranische Diplomaten aus Deutschland ausweisen - hilft das angesichts einer drohenden kriegerischen Eskalation in Nahost? Im „ZDF-Morgenmagazin“ lieferte sich Roderich Kiesewetter (CDU) ein Streitgespräch mit Moderator Philip Wortmann.
„Es kann nicht sein, dass Angehörige der Revolutionsgarden in Berlin shoppen gehen“

Rodericht Kiesewetter (links) stellte sich im „ZDF-Morgenmagazin“ den Fragen von Philip Wortmann. (Bild: ZDF)
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Im Konflikt der USA mit dem Iran könnte es schon bald zu einem militärischen Schlag gegen das Mullah-Regime kommen. Davon ist der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter überzeugt. Entscheidend sei, dass der Iran einlenke, sagte Kiesewetter als zugeschalteter Gesprächsgast im „ZDF-Morgenmagazin“. „Wenn er nicht einlenkt, wird Israel gemeinsam mit den USA gegen den Iran vorgehen. Das kann eine Frage von Wochen sein.“
Moderator Philip Wortmann hakte kritisch ein, dass die von Kiesewetter geforderte Ausweisung iranischer Diplomaten Bemühungen konterkariere, den Konflikt gewaltfrei beizulegen. Der Unions-Politiker rechtfertigte sich: Seine Forderung ergebe sich aus der in der vergangenen Wochen von der EU vorgenommen Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terror-Organisation: „Der Iran ist in Europa ungeheuer aktiv, was die Unterdrückung der iranischen Exilanten angeht.“
Kiesewetter will „Druck auf die schiitischen iranischen Islamisten erhöhen“
Der ZDF-Moderator fiel ihm ins Wort: „Herr Kiesewetter, das haben wir verstanden!“ Er erneuerte seine Befürchtung: „Man macht Gesprächskanäle zu.“ Der CDU-Politiker hielt dagegen: „Wir haben keine funktionierenden Gesprächskanäle mit dem Iran, die dazu führen, dass der Iran sich ändert. Nur durch Druck wird der Iran sich ändern.“ Dazu gehöre auch die Verschärfung von Sanktionen.
Es könne nicht sein, „dass Familienangehörige der Revolutionsgarden in Berlin oder Paris shoppen gehen“, sagte Kiesewetter. „Hier haben wir einiges zu tun, und wir sollten uns hier nicht einschüchtern lassen, sondern konsequent innenpolitisch den Druck auf die schiitischen iranischen Islamisten erhöhen.“
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