Die Memoiren über Prinz Edward und seine frühere Partnerin sorgen für Nervosität. Der Hof fürchtet intime Enthüllungen.
Palast in SorgeEx-Freundin von Prinz Edward will in Skandal-Buch auspacken

Prinz Edward, hier mit seiner Frau Sophie, gilt eigentlich nicht als skandalträchtig. Das neue Buch seiner früheren Beziehung könnte dieses Bild nun verändern. (Archivbild)
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Dem britischen Königshaus steht möglicherweise neuer Trubel bevor, wie die „Daily Mail“ meldet. In ihren Memoiren „The Showgirl and The Prince“ beabsichtigt die Musical-Künstlerin Ruthie Henshall, ihre einstige Romanze mit Prinz Edward zu beschreiben. Die Publikation ist für Juli geplant. Der Adelsexperte Richard Fitzwilliams äußert schon jetzt Bedenken, dass das Erscheinen des Buches im Palast erhebliche Besorgnis hervorrufen könnte.
Ruthie Henshall veröffentlicht ein Buch über Beziehung mit Prinz Edward
Henshall und Edward waren in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren liiert. Ihre erste Begegnung fand statt, während der jetzige Herzog von Edinburgh für Andrew Lloyd Webber als Produktionshelfer tätig war. Berichten zufolge entstand inmitten von Proben und Bühnenaufführungen eine verborgene Liebesbeziehung, die bis zum Jahr 1993 anhielt.
Besonders heikel ist die Angelegenheit, da Henshall schon zuvor private Einzelheiten preisgegeben hat. Sie nahm 2020 an der Reality-Sendung „I'm a Celebrity… Get Me Out of Here!“ teil. Dort äußerte sie sich in einem Gespräch mit dem Darsteller Shane Richie recht freizügig über ihre Erlebnisse im Buckingham-Palast.
Offenherzige Aussage im Fernsehen
Inhaltlich sagte sie sinngemäß, dass andere im Buckingham-Palast gesungen hätten, sie selbst aber in den Schlafzimmern intim gewesen sei. Diese Äußerung verursachte seinerzeit in Großbritannien eine große Welle der Empörung. Henshall erläuterte im Nachhinein, sie sei davon ausgegangen, dass ihr Mikrofon abgeschaltet war und der Satz nicht gesendet würde. Erst als die Sendung lief, wurde ihr klar, dass ein Millionenpublikum ihre Anmerkung gehört hatte.
Aus diesem Grund vermutet der Adelsexperte Fitzwilliams, dass die bevorstehende Publikation für die königliche Familie und ihre Mitarbeiter zu einem „Albtraum“ werden könnte. Sollte Henshall in ihrem Buch so freimütig über die Beziehung berichten wie damals im TV, könnten weitere sehr private Details bekannt werden.
Für viele Beobachter kommt die Veröffentlichung zu einem ungünstigen Moment. Prinz Edward wird als loyaler Teil der königlichen Familie angesehen. Gleichzeitig verursacht sein Bruder Andrew Mountbatten-Windsor aktuell immer wieder negative Berichte. Zusätzliche Enthüllungen über Edward würden dem Königshaus in einer bereits angespannten Zeit weitere Publizität bringen. (jag)

