Königin Rania von Jordanien hat den Angehörigen der Opfer des Anschlags im Dorf Hamoud in der Region Al-Karak unter Tränen ihr Mitgefühl ausgesprochen. Bei dem Attentat auf eine griechisch-orthodoxe Kirche am 23. Oktober waren mehrere Menschen getötet worden.
Wie Videos in den sozialen Medien zeigen, reiste die Frau von König Abdullah gemeinsam mit ihren Familienmitgliedern in die Ortschaft, um den Hinterbliebenen Beileid zu bekunden. Nach dem Angriff war in Jordanien eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen worden.
Trauerbesuch im Dorf Hamoud
Während des Besuchs zeigte sich die Königsfamilie tief bewegt an der Seite der betroffenen Familien. Ranias Tochter Prinzessin Iman sowie ihre Schwiegertochter Prinzessin Rajwa begleiteten die Königin zu den Trauerfeierlichkeiten im Ort.
Auf den Videoaufnahmen ist zu sehen, wie die sichtlich mitgenommene Königin Angehörige der Opfer unter Tränen umarmte und ihnen Trost spendete. Einheimische zeigten Rania unter anderem Aufnahmen auf ihren Mobiltelefonen, um an die Verstorbenen zu erinnern.
Attentat in Al-Karak löst Bestürzung aus
Der Anschlag auf die Trauergemeinde im Süden des Landes löste landesweit und international Bestürzung aus. Am vergangenen Freitag hatten bewaffnete Angreifer während einer Trauerfeier in einer griechisch-orthodoxen Kirche im Dorf Hamoud in der jordanischen Region Al-Karak das Feuer eröffnet.

Trauernde versammeln sich bei der Beerdigung um ein Grab, während der mit einer Flagge bedeckte Sarg eines Opfers, das bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche in Al-Karak ums Leben kam, abgesenkt wird.
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Neun Menschen wurden getötet, zahlreiche weitere verletzt. König Abdullah II. verurteilte die Tat und kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Verantwortlichen an.
Trotz dieses betont emotionalen Auftritts gehen die Meinungen darüber, wie volksnah Königin Rania tatsächlich ist, in Jordanien auseinander. Zwar engagiert sie sich für soziale Projekte und besucht regelmäßig Menschen vor Ort. Ihr Faible für teure Designermode und ihr luxuriöser Lebensstil brachten ihr jedoch Kritik ein.
Auch ihre selbstbewusste Rolle im Königshaus und ihr Einfluss auf politische Entscheidungen stießen auf Widerstand. 2011 warfen Vertreter jordanischer Beduinenstämme ihr in einem offenen Brief vor, sich zu stark in die Staatsführung einzumischen. (jag)

