Abo

Foto aus HaftanstaltSohn von Mette-Marit entspannt im Gefängnis-Pool

2 min
Mette-Marit und ihr Sohn Marius Borg Høiby

Mette-Marit und ihr Sohn Marius Borg Høiby

Marius Borg Høiby klagte über Haftbedingungen, doch nun zeigt ein Foto den Sohn von Mette-Marit entspannt im Gefängnis-Pool.

Marius Borg Høiby, der 29 Jahre alte Sohn der gesundheitlich schwer angeschlagenen Kronprinzessin Mette-Marit, ist aktuell in Untersuchungshaft. Die Anklage wirft ihm unter anderem mehrfache Vergewaltigung vor. Während einer Gerichtsanhörung beklagte er sich über seine Haftbedingungen, darunter Isolation und soziale Ängste. Aufgetauchte Bilder stellen seine Schilderungen nun jedoch in Frage.

Ein Foto zeigt Høiby zusammen mit zwei weiteren Inhaftierten in einem aufblasbaren Pool im Innenhof der Haftanstalt. Er lacht dabei im Wasser sitzend (siehe Magazin-Cover unten). Eine zweite Aufnahme, die mutmaßlich bei einem genehmigten Ausgang gemacht wurde, stützt den Anschein, dass Høiby sich in einem entspannten Zustand befindet.

Marius Borg Høiby: Sonderkonditionen durch bevorstehende Gefängnisschließung

Die Ursache für diese ungewöhnlichen Verhältnisse liegt in der anstehenden Schließung der Haftanstalt in Oslo. Das Gefängnis soll zum 15. Juni geschlossen und anschließend abgerissen werden. Deshalb befanden sich in der Vorwoche außer Høiby lediglich fünf weitere Häftlinge dort, obwohl die gesamte Belegschaft noch im Dienst war.

Diese Situation verschafft den wenigen verbliebenen Häftlingen erhebliche Vergünstigungen. Nils Leyell Finstad, der Leiter der Anstalt, erklärte gegenüber dem Magazin „VG“, dass die verbleibende Zeit auf eine besondere Weise gestaltet werde. Zum Programm gehören demnach Aktivitäten unter freiem Himmel, Yoga, erweiterte Zeiten für Besuche und Telefonate sowie der genannte Pool. Laut dem Anstaltsleiter helfe Humor, die Lage zu bewältigen.

Debatte über Bildbearbeitung mittels KI

Die Aufnahme aus dem Pool löste eine Debatte über ihre Authentizität aus. Merkwürdigkeiten wie nicht vorhandene Hände, eine Hand mit sechs Fingern und anders platzierte Tattoos machten die Betrachter skeptisch. Das in Norwegen erscheinende Magazin „Se og Hør“ räumte daraufhin ein, dass die Aufnahme authentisch sei, jedoch aufgrund mangelhafter Qualität mittels einer KI-Software optimiert wurde.

Durch diese digitale Nachbearbeitung entstanden die fehlerhaften Bildelemente. Mittlerweile hat das Magazin die ursprüngliche, nicht modifizierte Version des Fotos publiziert, um die Echtheit des abgebildeten Vorgangs zu bestätigen.

Die Phase der erleichterten Haftbedingungen neigt sich jedoch dem Ende zu. Die Urteilsverkündung im Prozess gegen Høiby ist für den 15. Juni angesetzt. Im Falle einer Fortsetzung der Untersuchungshaft könnte eine Überstellung in den Hochsicherheitstrakt Ila erfolgen. In jener Haftanstalt war einst auch der Massenattentäter Anders Behring Breivik inhaftiert. (jag)