„Ich konnte nicht lesen“Prinzessin Kate spricht erstmals offen über ihr „Chemo-Brain“

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Prinzessin Kate in Wimbledon.

„Ich konnte nicht lesen oder mich auf irgendetwas konzentrieren“, erklärte Prinzessin Kate im Gespräch mit einem Patienten in der Kunsttherapie-Abteilung einer Klinik.

Erstmals hat Prinzessin Kate so offen über die kognitiven Folgen ihrer Krebsbehandlung gesprochen.

Prinzessin Kate hat während eines Besuchs in der Krebseinrichtung „The Christie“ in Manchester Einblicke in ihre Erkrankung und die Zeit ihrer Therapie gegeben. In einem vom Magazin „Hello“ veröffentlichten Video schildert die 44-Jährige Einschränkungen, die sie im Verlauf ihrer Behandlung erlebte.

Prinzessin Kate besucht Krebseinrichtung

Unter anderem berichtete sie von erheblichen Konzentrationsschwierigkeiten. „Ich konnte nicht lesen oder mich auf irgendetwas konzentrieren“, erklärte die Prinzessin im Gespräch mit einem Patienten in der Kunsttherapie-Abteilung der Klinik.

Als Unterstützung habe sie in dieser Phase das Kolorieren für sich entdeckt. Es sei für sie eine Möglichkeit gewesen, sich zu beschäftigen, ohne den Druck, ein bestimmtes Ergebnis produzieren zu müssen.

Das Phänomen des sogenannten „Chemo-Brain“

Die von Prinzessin Kate beschriebenen Symptome sind in der Onkologie bekannt. Unter dem Begriff „Chemo-Brain“ fassen Mediziner kognitive Beeinträchtigungen zusammen, die bei Krebspatienten während oder nach einer Therapie auftreten können. Dazu gehören typischerweise Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Probleme bei der Bewältigung mehrerer Aufgaben gleichzeitig sowie eine verlangsamte Informationsverarbeitung.

Prinzessin Kate lacht.

Die von Prinzessin Kate beschriebenen Symptome sind in der Onkologie bekannt. (Archivbild)

Auch das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Köln weist auf die vielfältigen körperlichen und psychischen Belastungen hin, die eine Krebserkrankung und ihre Behandlung begleiten können. Dazu gehören neben körperlichen Folgen auch Ängste und Erschöpfung, die den Alltag der Betroffenen beeinflussen können. Auch Konzentrationsprobleme und andere kognitive Veränderungen können für manche Patientinnen und Patienten eine zusätzliche Belastung darstellen.

Neben den kognitiven Einschränkungen ging die Ehefrau von Prinz William und Mutter von Prinz George bei ihrem Besuch im „Oak Road Treatment Centre“ auch auf die körperlichen und emotionalen Belastungen ein.

„Man muss sich selbst unterstützen, obwohl man vieles nicht kontrollieren kann. Der Körper verändert sich so sehr, nicht nur physisch, sondern auch emotional“, so Kate. Sie nutzte das Gespräch mit den Patienten vor Ort, um über die Herausforderungen der Diagnose im Jahr 2024 zu sprechen und Betroffenen Mut zuzusprechen.