Die Frau von Prinz Carl Philip hat sich erstmals selbst zu Berichten über mutmaßliche Kontakte zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geäußert.
„Ich bin dankbar“Prinzessin Sofia äußert sich erstmals zu Epstein-Verstrickung

Prinzessin Sofia äußert sich erstmals zu Epstein-Verstrickung. (Archivbild)
Copyright: IMAGO/TT
Laut schwedischen Medien hat sich Prinzessin Sofia von Schweden erstmals selbst zu Berichten über mutmaßliche Kontakte zu Jeffrey Epstein geäußert. Sie erklärte, sie habe ihn „in ein paar sozialen Zusammenhängen getroffen“. Zugleich stellte sie klar, dass es sich um wenige, lange zurückliegende Begegnungen gehandelt habe. Die Aussagen erfolgten vor dem Hintergrund neu veröffentlichter Akten, in denen zahlreiche Namen auftauchen, ohne dass daraus automatisch Vorwürfe folgen.
Prinzessin Sofia und Jeffrey Epstein: Das sagt sie zu den Treffen

Prinzessin Sofia ist die Frau des schwedischen Prinzen Carl Philip. (Archivbild)
Copyright: Ida Marie Odgaard/Ritzau Scanpix/AP/dpa
Konkret sagte die Ehefrau von Prinz Carl Philip, sie habe Epstein „nur zweimal vor langer Zeit getroffen“: einmal „in einem Restaurant, wo ich ihm vorgestellt wurde“, sowie „bei einer Filmvorführung gemeinsam mit vielen anderen“. Mehr habe es nicht gegeben. Wörtlich fügte sie hinzu: „Zum Glück war es nur das.“ Indirekt machte Sofia deutlich, dass diese Treffen vor ihrer Zeit im schwedischen Königshaus lagen und keinen weiteren Kontakt nach sich gezogen hätten.
Prinzessin Sofia spricht von klarer Distanz

US-Justizunterlagen zu Jeffrey Epstein. (Archivbild)
Copyright: Jon Elswick/AP/dpa
Mit Blick auf die später bekannt gewordenen Taten Epsteins erklärte Sofia: „Jetzt, wo ich von all den schrecklichen Verbrechen gelesen habe, die er an jungen Frauen begangen hat, bin ich dankbar dafür, dass ich seit den wenigen Malen in meinen Zwanzigern nichts mehr mit ihm zu tun hatte.“ Indirekt betonte sie damit ihre klare Distanz und dass aus den kurzen Begegnungen keinerlei Beziehung oder Abhängigkeit entstanden sei.
Medienberichten zufolge stellte die schwedische Geschäftsfrau Barbro Ehnbom den Kontakt her, als Sofia noch Sofia Hellqvist hieß. Der Hof erklärte, sie sei „niemals von Epstein abhängig“ gewesen und habe seit rund 20 Jahren keinen Kontakt. Sofia selbst sagte abschließend: „Meine Gedanken sind bei allen Opfern“ und „ich hoffe, dass es für die Frauen Gerechtigkeit geben wird.“
Kronprinzessin Mette-Marit: Epstein-Affäre belastet auch norwegische Royals
Zuletzt erschütterte die Veröffentlichung weiterer Epstein-Unterlagen das norwegische Königshaus. In den Akten sind umfangreiche persönliche E-Mail-Kontakte zwischen Kronprinzessin Mette-Marit und Jeffrey Epstein aus den Jahren 2011 bis 2014 dokumentiert. Die Korrespondenz umfasst Alltagskommunikation, private Bemerkungen und persönliche Themen.
Medien berichteten über Nachrichten, in denen Mette-Marit Langeweile äußerte, Epstein als „charmant“ bezeichnete und ihn bat, sie „zu retten“. Weitere E-Mails behandelten Reisen, Literatur, gesundheitliche Fragen sowie mögliche Treffen außerhalb offizieller Termine.
Akten belegen zudem einen mehrtägigen Aufenthalt Mette-Marits 2013 in Epsteins Anwesen in Palm Beach, nach dem sie sich in einer Nachricht bei ihm bedankte. Die erneute Veröffentlichung fiel in eine Phase zusätzlicher Belastung, da ihr Sohn Marius Borg Høiby zeitgleich vor Gericht steht.

