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Personalie bei ARDVassili Golod folgt bei „Monitor“ auf Georg Restle

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Vassili Golod wird 2027 neuer Leiter und Moderator von „Monitor“. (Bild: WDR / Annika Fußwinkel)

Vassili Golod wird 2027 neuer Leiter und Moderator von „Monitor“. (Bild: WDR / Annika Fußwinkel)

Nach dem überraschenden Abgang von Georg Restle bekommt das ARD-Magazin „Monitor“ ein neues Gesicht. 

Vassili Golod wird neuer Moderator und Leiter des Polit-Magazins „Monitor“. Das gab der WDR am Mittwoch (24.06.) bekannt. Der 33-Jährige tritt ab Frühjahr 2027 die Nachfolge von Georg Restle (61) an. Bis dahin, so heißt es in der Mitteilung, werde der langjährige stellvertretende Redaktionsleiter Achim Pollmeier die fürs Erste produzierte Sendung „kommissarisch leiten und moderieren“.

Vassili Golod ist dem ARD-Publikum bislang vor allem als Ukraine-Korrespondent bekannt. Aus dem vom Krieg erschütterten Land berichtet er seit 2022, ein Jahr später übernahm der in Charkiw geborene Journalist das ARD-Studio in Kiew. 2023 und 2026 wurde Golod für seine Berichterstattung aus der Ukraine als „Journalist des Jahres“ ausgezeichnet. 2023 erhielt er im Team den Deutschen Fernsehpreis.

Vasilli Golod freut sich auf „neue Herausforderung im investigativen Journalismus“

Ellen Ehni, WDR-Chefredakteurin Politik und Zeitgeschehen, lobt Golod als Journalisten, „der für seine politischen Einordnungen bei 'Tagesschau' und 'Tagesthemen' genauso bekannt ist wie bei Social Media oder im Podcast. Und der noch dazu seit drei Jahren ein ARD-Auslandsstudio mitten im Krieg führt.“ Mit ihm wolle man die „digitale Weiterentwicklung“ des gut 60 Jahre alten Traditionsformats vorantreiben.

Vassili Golod nennt es in einem Statement „eine große Ehre, Teil des herausragenden Teams zu werden und diese Traditionsmarke des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Zukunft mitzugestalten“. Nach intensiven Jahren der Kriegsberichterstattung freue er sich nun auf die „neue Herausforderung im investigativen Journalismus, der für die Verteidigung der Demokratie von entscheidender Bedeutung ist“.

Georg Restle kritisierte bei seinem Abgang die ARD

In den letzten rund 25 Jahren prägte Georg Restle die Marke „Monitor“ im Ersten, seit 2012 als Moderator und Leiter. Die Nachricht, dass er die Sendung verlassen und künftig das ARD-Studio in Nairobi leiten werde, sorgte im Frühjahr für einiges Aufsehen. In einem Interview mit der „Zeit“ äußerte sich der Journalist im Rückblick auf seine „Monitor“-Jahre kritisch über die ARD.

Dort sei er „mit meiner klaren Haltung zur AfD inzwischen wohl in der Minderheit, wenn auch nicht allein“. Der Umgang mit der Partei habe die Rundfunkanstalt in den vergangenen Jahren sehr beschäftigt. Restle habe jedoch den Eindruck bekommen, „dass sich dabei die Meinung durchgesetzt hat, man solle die Partei wie jede andere behandeln - solange sie nicht verboten ist“. Diese Haltung teile er nicht. (tsch)