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Sommertreff der NRW-StiftungAußenminister mit guten Nachrichten

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Außenminister Johann Wadephul (CDU) trägt sich beim Sommertreff der NRW-Stiftung auf Schloss Drachenburg ins Gästebuch ein. Links neben ihm die Bürgermeisterin von Königswinter, Heike Jüngling (CDU). Weiter sind auf dem Bild: KStA-Chefredakteur Gerald Selch (verdeckt), NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der Chef der Staatskanzlei in Düsseldorf, Nathanael Liminski, und Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung (alle drei CDU, von links)

Außenminister Johann Wadephul (CDU) trägt sich beim Sommertreff der NRW-Stiftung auf Schloss Drachenburg ins Gästebuch ein. Links neben ihm die Bürgermeisterin von Königswinter, Heike Jüngling (CDU). Weiter sind auf dem Bild: KStA-Chefredakteur Gerald Selch (verdeckt), NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der Chef der Staatskanzlei in Düsseldorf, Nathanael Liminski, und Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung (alle drei CDU, von links)

Beim Sommertreff der NRW-Stiftung und des Medienkreises „Kölner Runde“ ist Außenminister Johann Wadephul der Überraschungsgast. Ministerpräsident Hendrik Wüst richtet einen Appell an Politik und Gesellschaft. 

Als am späten Abend des 15. Juni der Überraschungsgast aus Berlin auf Schloss Drachenburg eintrifft, passt die freudige Stimmung der Gäste beim traditionellen Sommertreff der NRW-Stiftung und der „Kölner Runde“, eines Kreises von Chefredakteurinnen und -redakteuren verschiedener Medien aus Nordrhein-Westfalen, vollends zum Anlass. Außenminister Johann Wadephul macht auf der Rückreise von einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine am Montag Station in Königswinter und Bonn.

Im Gepäck hat er die frohe Kunde für die UN-Stadt, dass das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) – wie geplant – rund 250 Stellen von seinem Hauptsitz in New York an den Standort Bonn verlegen wird. Die Frage, ob die Mitarbeitenden denn wüssten, worauf sie sich verkehrstechnisch einlassen, kontert der Minister trocken: „Verkehr? Kommen Sie mal nach Berlin! Da flutscht es hier im Vergleich.“ Nun ja, womöglich ist ein Minister mit seiner Kolonne da etwas im Vorteil. In jedem Fall rühmt Wadephul Bonn nicht nur als Symbol des deutschen Bekenntnisses zu den UN, sondern „in Zeiten der Disruption, Gefährdung und Angriffe“ auch als „wichtigen Regierungssitz, wo immer es um Resilienz geht“, nicht zuletzt seines eigenen Hauses.

Hendrik Wüst: „Das hat's früher nicht gegeben“

Zum Auftakt des Sommertreffs, zu dem der Präsident der NRW-Stiftung, Eckhard Uhlenberg, sowie die Chefredakteure von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und WDR, Gerald Selch und Stefan Brandenburg, rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft begrüßen konnten, lenkt NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) den Blick „gegen den Trend“ derer, die die Gesellschaft auseinandertreiben wollen, darauf, wo am Zusammenhalt gearbeitet wird. Miteinander reden, sei eine wesentliche Voraussetzung. „Mir wird ein bisschen viel übereinander geschimpft“, sagt der Regierungschef. Spott und Häme für eine Arbeitsministerin bei den Arbeitgebern oder für einen Bundeskanzler auf dem Gewerkschaftstag – „das hat's früher nicht gegeben“, sagt Wüst mit Blick auf das, was Bärbel Bas (SPD) und jüngst Friedrich Merz (CDU) in Berlin widerfahren ist. „Damit muss Schluss sein.“ Der Demokratie angemessen und ihrem Gelingen förderlich sei es, zuzuhören und zumindest „einen Moment lang zu glauben, dass der andere auch mal Recht haben könnte“.

Auf dieser Spur greift Wüst noch weiter aus, predigt Zuversicht („mehr Optimismus wagen“) und ein mit historischer Erfahrung getränktes Vertrauen in die Problemlösungskompetenz des Landes und seiner Menschen. „In Summe haben wir in diesem demokratischen Deutschland so viele Herausforderungen gemeistert. Da darf uns doch jetzt nicht bange werden!“

Für die NRW-Stiftung erinnert Uhlenberg an das 40-jährige Bestehen dieser „in Deutschland einmaligen“ Institution zur Kultur- und Heimatpflege in Nordrhein-Westfalen. Die Idee brachte Wüsts Vorvorgänger Johannes Rau von einem Besuch in Großbritannien mit, wo sich der „National Trust“ als der ganz große Bruder um den Erhalt des historischen Erbes im Königreich kümmert. Dass in Deutschland die Location des Sommertreffs, das von 1882 bis 1884 errichtete und in den 1990er Jahren restaurierte Schloss Drachenburg, eine herausragende Rolle spielt, lässt Uhlenberg natürlich nicht unerwähnt. In Nordrhein-Westfalen stehe es unter den Schlössern und Burgen mit 270.000 Besuchern pro Jahr „auf Platz 1“.