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"Landesvater" unter KindernMinisterpräsident trifft als Ehrenpate von Mehrlingskindern Familien aus NRW

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Hendrik Wüst besicht als Patenonkel von Mehrlingskindern das NRW-Familienfest im im Bubenheimer Spieleland.

Hendrik Wüst besicht als Patenonkel von Mehrlingskindern das NRW-Familienfest im im Bubenheimer Spieleland.

Beim Familienfest der Staatskanzlei im Bubenheimer Spieleland traf NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst Drillingsfamilien. 

Das Bubenheimer Spieleland ist ein Freizeitpark auf einem ehemaligen Bauernhof im Kreis Düren. Die Anlage ist für Familien mit Kindern von zwei bis zwölf Jahren konzipiert. Vor dem Eingang parken vor allem Kombis und Familienautos mit Kindersitzen. Schwarze Limousinen mit Blaulicht auf dem Dach sind dort nur selten zu sehen.

Am Freitag ist es aber so weit. Hendrik Wüst, Ministerpräsident von NRW, steigt locker gekleidet aus seinem Dienstwagen. Es beginnt ein Termin, bei dem man auch als „Landesvater“ schon mal Turnschuhe tragen kann. Wüst ist Ehrenpate von 896 Mehrlingskindern in NRW. Die wird er jetzt beim Familienfest treffen, das die Staatskanzlei jedes Jahr ausrichtet.

Unterstützung für Eltern

Seit 2019 unterstützt die Landesregierung Familien mit Drillingen oder mehr gleichgeborenen Kindern in NRW mit einer einmaligen Zahlung von 1000 Euro pro Kind. Mit dem Mehrlingsgeld erkennt das Land die besonderen Herausforderungen an, die eine Mehrlingsgeburt für Familien mit sich bringt.

„Wir wollen Danke sagen für diese ganz besondere Herausforderung, der Sie sich jeden Tag stellen“, sagt Wüst. NRW habe den Anspruch, ein familienfreundliches Land zu sein.

Zu dem Treffen sind auch Luna, Lian und Laron ins Spieleland gekommen. Sie wurden am 15. August 2019 geboren. Papa Matthias Thewes schätzt die Initiative der Landesregierung, denn Drillinge zu haben, geht ganz schön ins Geld. „Egal ob Kindersitze oder Bobby-Cars – wir müssen alles dreimal kaufen. Die 3000 Euro, die wir bekommen haben, waren leider schnell weg“, sagt der Familienvater aus Aachen.

Wüst lässt sich zunächst von den Inhabern, Walburga und Klaus Schmitz-Pfeifer, durch den Park führen, ehe sein Weg an einem Rednerpult mit dem Landeswappen endet, das für ihn vor einem Klettergerüst aufgestellt worden ist. Der Ministerpräsident nutzt die Gelegenheit, um für die Politik der schwarz-grünen Landesregierung zu werben. Kein anderes Bundesland gebe mehr Geld für Bildung aus als NRW: „Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialarbeiter, Schulpsychologen und Alltagshelfer sorgen jeden Tag dafür, dass alle unsere Kinder möglichst gute Bildungschancen kriegen.“ Kinder seien „ein echter Schatz“ – und alle sollten „einen guten Start haben, ihre Neugier ausleben können“.

„Das kenne ich von zu Hause nicht“

Dann wird das übliche Gruppenfoto gemacht – und ganz viele Eltern wollen ein Selfie zusammen mit dem Gast aus Düsseldorf machen. Der Ministerpräsident gibt sich nahbar und zugewandt – er ist ja selbst Vater von zwei kleinen Kindern. Tochter Philippa ist fünf Jahre alt, Schwesterchen Clementine wurde erst vor vier Monaten geboren.

So lässt sich Wüst auch bereitwillig Babys in den Arm drücken. „Du bist so ruhig, das kenne ich von zu Hause nicht“, scherzt der Regierungschef. Andere Kinder schubst er auf der Schaukel an. „Ihr seht gut aus“, begrüßt er viele Kindergruppen. „Könnt ihr auch schon eure Namen schreiben?“ Auch für die Sorgen der Eltern nimmt sich Wüst Zeit. Einer Mutter von fünf Kindern hört er aufmerksam zu, drückt ihr am Ende eine Visitenkarte in die Hand und verspricht, sich um ihr Anliegen zu kümmern.

Die Landesregierung richtet das Fest schon zum fünften Mal aus. Zuletzt fand das Mehrlingspatentreffen 2025 im Kölner Zoo statt. Zuvor war 2024 der Freizeitpark Ketteler Hof in Haltern am See Gastgeber. Wüst betont, Familien seien „total wichtig“ für unsere Gesellschaft. Dort lerne man, „aufeinander Acht zu geben, Verantwortung zu übernehmen, sich mal zu streiten und wieder zu vertragen“. Wenn das Familienleben trotz des Trubels gelinge, mache das „unser ganzes Land stark“.