Beinahe 50 Jahre, nachdem in Utah eine Leiche gefunden wurde, herrscht nun Klarheit: Serienmörder Ted Bundy war der Täter.
Serienmörder Ted BundyTötung einer 17-Jährigen nach 50 Jahren gelöst

Ted Bundy gehört zu den berüchtigsten Serienmördern der USA. (Archivbild)
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Im US-Bundesstaat Utah ist der Vermisstenfall der 17-jährigen Laura Ann Aime nach fast fünf Jahrzehnten aufgeklärt worden. Ermittler bestätigten laut der BBC, dass der Teenager von dem Serienmörder Ted Bundy getötet wurde. Den entscheidenden Beleg lieferte eine moderne DNA-Analyse.
Mord an Laura Ann Aime: Vermisstenfall nach 50 Jahren gelöst – Neue Erkenntnisse durch DNA
Im Jahr 1974 verschwand die junge Frau an Halloween spurlos nach einer Feier. Einen Monat später entdeckten Spaziergänger ihren Leichnam im „American Fork Canyon“. Kurz vor seiner Hinrichtung 1989 in Florida gestand Ted Bundy die Tat. Ermittler zweifelten jedoch an seinem Geständnis, da seine Angaben ungenau waren und er keine konkreten Details zum Tathergang lieferte.
Mithilfe moderner technischer Methoden konnte das Sheriff’s Office in Utah County nun DNA-Material von der Leiche eindeutig Bundy zuweisen. Der Nachweis wird in einer amtlichen Bekanntmachung als „unwiderlegbar bestätigt“ beschrieben.
Späte Gewissheit für Angehörige nach Jahrzehnten
Sheriff Mike Smith erklärte laut der Zeitung „The Salt Lake Tribune“, man würde für Ted Bundy heute erneut die Todesstrafe fordern, wäre er noch am Leben. Zur Zeit seiner Verbrechen studierte der Serienmörder Jura in Salt Lake City und lockte seine Opfer oft mit Charme oder vorgetäuschten Verletzungen. Mindestens 30 Morde konnten ihm nachgewiesen werden, die tatsächliche Zahl dürfte jedoch höher liegen.
Für die Angehörigen von Laura Ann Aime ist damit eine lange Zeit der Ungewissheit zu Ende gegangen. Die Aufklärung des Falls erlebten ihre Eltern, James Junior Aime und Shirlene Tolton Aime, jedoch nicht mehr – sie waren bereits 1987 und 2011 verstorben.
Ted Bundy zählt zu den bekanntesten Serienmördern der USA. Seine Taten wurden in zahlreichen Dokumentationen, Podcasts und Büchern aufgearbeitet. Auch Filme und Serien griffen den Fall immer wieder auf. Besonders große Aufmerksamkeit erhielt der Kinofilm „Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile“. Darin verkörpert Zac Efron den Täter. (jag)


