Sturz in die Tiefe, eisige Nacht im Schneefeld: Deutscher überlebt bei klirrender Kälte in den Alpen. Retter sprechen von einem Wunder.
Drama in den Tiroler AlpenDeutscher stürzt in die Tiefe – stundenlanger Überlebenskampf in der Kälte

Ein Mann aus Deutschland verunglückte in den Tiroler Alpen in Österreich. Nach einer Nacht wurde er von der ARA Flugrettung am Berg gerettet. (Symbolbild)
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Ein dramatischer Rettungseinsatz in den Tiroler Alpen hat ein glückliches Ende genommen. Ein Wanderer aus Baden-Württemberg stürzte laut einem Artikel der „Bild“-Zeitung in steilem Gelände ab und überstand eine Nacht bei eisigen Temperaturen und Schneefall. Die Retter sprechen von einem Wunder.
Der Mann aus Ettlingen war am Dienstag im österreichischen Bach, nahe der bayerischen Grenze, allein zu einer Bergtour aufgebrochen. Als er am Abend nicht in seine Unterkunft zurückkehrte, schlug der besorgte Wirt Alarm.
Suche bei widrigen Bedingungen abgebrochen
Die Bergrettung leitete sofort eine großangelegte Suchaktion ein, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam. Dichter Nebel und das weitläufige Gebiet erschwerten die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich. Gegen 1.30 Uhr musste die Suche ergebnislos abgebrochen werden, während in den Bergen der Winter zurückkehrte und die Temperaturen um den Gefrierpunkt lagen.
Rettung aus dem Schneefeld
Erst am Mittwochmorgen konnte die Suche fortgesetzt werden. Gegen 10.30 Uhr entdeckten die Einsatzkräfte den Vermissten schließlich in einem Schneefeld auf über 2200 Metern Höhe. Trotz des schweren Sturzes im felsigen Terrain war der Mann ansprechbar.
Nach der Erstversorgung wurde der verunglückte Deutsche per Rettungshubschrauber in ein bayerisches Krankenhaus geflogen. „Dass der Bergsteiger die Nacht unter diesen Bedingungen überlebt hat, grenzt für alle Beteiligten an ein Wunder“, teilte die Bergrettung Elbigenalp/Bach mit. Die Flugretter ergänzten auf Facebook: „Es muss Schutzengel geben, anders ist es nicht erklärbar.“ (jag)
