Köln – NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) beklagt Aggression und Unerbitterlichkeit in der Diskussion um das „Umweltsau“-Lied des WDR-Kinderchors und plädiert dafür, dass 2020 das Jahr der Renaissance der Debattenkultur wird.
In einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung „Die Zeit“ schreibt der Politiker, dass wer in einer Diskussion eine andere Auffassung vertete, „keine Sau und auch kein Schwein“ sei. Das Schüren von Konflikten und das Ausspielen von Gruppen, die sich gegenseitig ausspielen, machen Laschet dem Beitrag zufolge schon lange Sorgen.
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„Wenn wir die Debatten, die jetzt anstehen, tribunalisieren, wird die Gesellschaft daran zerbrechen“, warnte der 58-Jährige. Eine faire Debattenkultur sei deshalb wichtiger denn je, um die anstehenden Aufgaben wie den Ausstieg aus Kernkraft und Kohle, den Umbruch der Auto-Industrie und den Klimawandel zu bewältigen.
Diese neue Fairness umzusetzen, sei die große Aufgabe der Politik. Medien komme in dieser Situation eine besondere Verantwortung zu: „In diesen Zeiten brauchen wir dringend einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der dem Zusammenhalt dient, wie seinem Auftrag entspricht.“ (beq)


