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Weggefährtin droht mit „Revolution“Trump rauscht ins Umfragetief – Unruhe im „MAGA“-Lager

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US-Präsident Donald Trump während seiner China-Reise. (Archivbild)

US-Präsident Donald Trump während seiner China-Reise. (Archivbild)

Donald Trump rutscht vor den Zwischenwahlen weiter ins Umfragetief – und bekommt scharfen Gegenwind von einstigen Weggefährten.

US-Präsident Donald Trump gerät innenpolitisch weiter unter Druck – und steckt in einem Umfragetief fest. Nur noch 37 Prozent der amerikanischen Wählerinnen und Wähler billigen die Arbeit des US-Präsidenten. Das ist der niedrigste Wert seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus. Bei der repräsentativen Umfrage von „New York Times“ und Siena College wurden zwischen dem 11. und 15. Mai 1507 registrierte Wählerinnen und Wähler befragt.

Als Haupttreiber des Absturzes gilt der Krieg gegen den Iran: 64 Prozent der Befragten halten Trumps Entscheidung zum Kriegseintritt für falsch, nur 30 Prozent befürworten sie. Weniger als ein Viertel aller Befragten ist überzeugt, der Konflikt sei die Kosten wert. Besonders brisant: Unter den politisch unabhängigen Befragten, die sich weder als fixe Wähler der Demokraten noch der Republikaner sehen, lehnen sogar fast drei Viertel den Krieg ab.

Donald Trump steckt in Umfragetief fest

Die schlechten Zahlen beschränken sich jedoch nicht auf die Außenpolitik: 64 Prozent der Befragten sind überdies unzufrieden mit Trumps Wirtschaftspolitik – einem Bereich, der lange als seine größte Stärke galt. Hinsichtlich der hohen Lebenshaltungskosten in den USA sind es sogar 69 Prozent, die Trump schlechte Noten geben. Auch in Bezug auf die Einwanderungspolitik des US-Präsidenten und beim Nahost-Konflikt überwiegt die Kritik deutlich.

US-Präsident Donald Trump nach einem Helikopterflug mit „Marine One“. (Archivbild)

US-Präsident Donald Trump nach einem Helikopterflug mit „Marine One“. (Archivbild)

Rückhalt findet Trump fast ausschließlich in den eigenen Reihen: Republikanische Wählerinnen und Wähler stehen mehrheitlich hinter ihm und dem Krieg. Doch diese parteiinterne Loyalität dürfte kaum ausreichen, um einen historisch schlechten Ausgang bei den Zwischenwahlen abzuwenden.

Droht Donald Trump eine krachende Pleite bei den Zwischenwahlen?

Der Zustimmungswert eines Präsidenten gilt als einer der verlässlichsten Indikatoren dafür, wie seine Partei bei den sogenannten „Midterm“-Wahlen abschneidet – Trump liegt nun wenige Monate vor den Wahlen tief im roten Bereich. Die Zwischenwahlen finden in den USA traditionell im November des zweiten Jahres einer Präsidentschaft statt – dieses Jahr stehen die „Midterms“ am 3. November auf dem Programm.

Während Trump noch einige Monate bleiben, um das Ruder in den Umfragen herumzureißen, bekommt der US-Präsident zuletzt auch immer Gegenwind von einstigen Mitstreitern und Schwergewichten der „Make America Great Again“-Bewegung, die den Republikaner bisher vehement unterstützt hat. Zuletzt hatte etwa der Podcaster und Influencer Tucker Carlson, der einst zu den prominentesten „MAGA“-Figuren gehörte, mit Trump gebrochen und dem US-Präsidenten den Krieg gegen den Iran vorgeworfen. 

„MAGA“-Schwergerichte stellen sich gegen Donald Trump

Am Sonntag legte dann mit der ehemaligen Kongressabgeordneten Marjorie Taylor Greene eine weitere einstige Trump-Unterstützerin gegen den US-Präsidenten nach. „Wenn US-Militärtruppen in den Iran entsandt werden, wird es in Amerika eine politische Revolution geben“, schrieb Taylor Greene auf der Plattform X und fügte in Großbuchstaben hinzu: „Wir haben genug.“

Die „MAGA“-Bewegung habe sich immer gegen neue Kriege im Ausland ausgesprochen und das auch so gemeint, führte die Republikanerin aus – und drohte Trump schließlich mit einer „unaufhaltsamen“ Gegenbewegung. „Ich werde dafür sorgen. Beendet diesen Krieg. Er ist dumm“, fügte Taylor Greene hinzu und bekam für ihren Beitrag bis zum Montagnachmittag mehr als 54.000 Likes in dem sozialen Netzwerk.