Als Reaktion auf eine Seeblockade der USA stellt der Iran die Sperrung der Straße von Hormus in Aussicht, einer zentralen Route für den globalen Handel.
Eskalation im Persischen GolfIran droht USA mit Schließung der Straße von Hormus

Irans Parlamentspräsident Ghalibaf droht den USA Konsequenzen an. (Archivbild)
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Spannungen am Persischen Golf: Teheran erwägt Schließung von wichtiger Seestraße. Falls die amerikanische Blockade iranischer Häfen bestehen bleibt, könnte der Iran die Straße von Hormus erneut abriegeln. Der einflussreiche iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf äußerte sich nachts auf der Plattform X mit den Worten: „Mit der Fortsetzung der Blockade wird die Straße von Hormus nicht offen bleiben“. Dies meldet die „dpa“. Die Passage durch diese für den weltweiten Öl- und Gashandel entscheidende Meerenge erfolge nur auf der vom Iran „festgelegten Route“ sowie mit „iranischer Genehmigung“, ergänzte Irans Chefunterhändler.
Die Führung in Teheran hatte nach einer mehrwöchigen Sperre im Rahmen des Konflikts mitgeteilt, dass die Passage für Öltanker und Handelsschiffe während des geltenden Waffenstillstands wieder möglich sei. Die Vereinigten Staaten hingegen planen, ihre eigene maritime Sperre beizubehalten. Diese gilt ausschließlich für Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder von dort ablegen, eine Information, die Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social bekräftigte. Er erklärte, sie bleibe „bis zum vollständigen Abschluss unserer Vereinbarungen mit dem Iran“ bestehen.
Iranische Reaktion auf Vorgehen der USA
Diese Ankündigung löste in Teheran Verärgerung aus. Ismail Baghai, der Sprecher des Außenministeriums des Iran, richtete eine Warnung an die USA. Laut der Nachrichtenagentur Tasnim erklärte er: „Die sogenannte Seeblockade stellt einen Verstoß gegen die Waffenruhe dar und wird eine angemessene Reaktion des Irans zur Folge haben“.
Parlamentspräsident Ghalibaf führte weiter aus, dass Entscheidungen über die Öffnung oder Schließung der Meerenge sowie die geltenden Regelungen lokal getroffen würden und „nicht durch soziale Medien“. Er warf Trump vor, unwahre Behauptungen verbreitet zu haben. Auf diese Weise könnten die Vereinigten Staaten bei Verhandlungen keine Fortschritte erzielen. (red)
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