Gastronomie in NRW: Erholung von Corona-Folgen stockt, Einnahmen bleiben niedrig.
Volle Restaurants, leere KassenDehoga-Chef über die Krise in der NRW-Gastronomie

Das Gastgewerbe in NRW hat den Einbruch der Corona-Jahre immer noch nicht ausgeglichen. (Symbolbild)
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In Nordrhein-Westfalen hat die Hotellerie und Gastronomie die pandemiebedingten Rückgänge trotz einer Erholungsphase noch nicht gänzlich kompensiert. Die Erlöse von Hotels und Gaststätten lagen 2025 fast ein Fünftel unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019, wie die dpa unter Verweis auf Daten von IT.NRW, dem Statistischen Landesamt, berichtet. Zudem hat sich die Dynamik in der Branche für die Jahre 2024 sowie 2025 wieder etwas abgeschwächt.
Um eine statistische Vergleichbarkeit zu gewährleisten, nutzt IT.NRW keine realen Einnahmen, sondern arbeitet mit Indexwerten. Eine Sprecherin der Behörde erklärte, dass hierfür die Einnahmen aus dem Jahr 2015 als Basiswert von 100 Prozent dienen. Der Indexwert betrug im Jahr 2019 noch 103, während er im letzten Jahr auf 83,8 sank.
Hohe Kosten und Krisen als Bürde für die Branche
„Die Pandemie und ihre Spätfolgen, Inflation und Energiekrise belasten viele Betriebe wirtschaftlich weiterhin“, äußerte Patrick Rothkopf, der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga-NRW. Zusätzliche Belastungen entstünden laut dpa-Bericht durch neue Ausgaben aufgrund des gestiegenen Mindestlohns sowie durch Ungewissheiten im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran.
„Vor diesem Hintergrund bedeuten mitunter gut besuchte Restaurants nicht automatisch ausreichend hohe, überlebensfähige Umsätze“, führte Rothkopf aus. „Dennoch erkennen wir für 2026 auch Chancen auf eine Stabilisierung und Verbesserung – vorausgesetzt, der steile Kostenanstieg der letzten Jahre lässt nach und die Konsumlaune verbessert sich.“ (red)
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