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UN-BotschafterIsrael kündigt Zusammenarbeit mit UN-Generalsekretär Guterres auf

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UN-Generalsekretär António Guterres

UN-Generalsekretär António Guterres 

Israel will nicht mehr mit António Guterres zusammenarbeiten. Es geht um den Vorwurf der sexualisierten Gewalt.

Israel hat die Zusammenarbeit mit UN-Generalsekretär António Guterres aufgekündigt. Anlass sei die Entscheidung, Israel wegen Vorwürfen der sexualisierten Gewalt in Konfliktgebieten auf eine „schwarze Liste“ zu setzen, schrieb der israelische UN-Botschafter Danny Danon am Donnerstag im Onlinedienst X. „Wir haben genug von diesem Generalsekretär“, erklärte er. Israel werde den Kontakt zu Guterres' Büro bis zum Ablauf seiner Amtszeit Ende des Jahres abbrechen.

„Die Entscheidung, Israel auf die schwarze Liste zu setzen und uns vorzuwerfen, sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe einzusetzen, ist skandalös“, schrieb Danon. Er bezog sich auf einen Bericht des UN-Generalsekretärs zu sexualisierter Gewalt in Konfliktgebieten. Die Untersuchung wurde noch nicht veröffentlicht, die betroffenen Staaten wurden aber vorab informiert.

In ihrem im vergangenen August vorgelegten Jahresbericht hatte die UNO angekündigt, dass Israel auf die schwarze Liste aufgenommen werden könnte, auf der bereits die radikalislamische Hamas steht. In dem Bericht hieß es, es lägen „glaubwürdige Informationen“ zu sexuellen Übergriffen durch israelische Sicherheitskräfte auf palästinensische Häftlinge in Gefängnissen und anderen Haftanstalten vor.

Israel wehrt sich gegen Kritik von UN-Vertretern

Die Beziehungen zwischen der UNO und Israel befinden sich seit dem Gaza-Krieg auf einem Tiefpunkt. Die israelische Regierung reagierte empört auf die scharfe Kritik von Guterres und anderen UN-Vertretern an dem israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen. Guterres wurde im Oktober 2024 von Israel zur „unerwünschten Person“ erklärt.

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Nach zwei Kriegsjahren trat im Oktober 2025 eine maßgeblich von den USA vermittelte Waffenruhe in Kraft. Beide Seiten werfen sich immer wieder Verstöße gegen das Abkommen vor.

Bei dem Hamas-Überfall waren nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet worden. 251 Menschen wurden in den Gazastreifen verschleppt. Bei dem israelischen Militäreinsatz in dem Palästinensergebiet wurden laut nicht unabhängig überprüfbaren Angaben der Hamas-Behörden mehr als 72.000 Menschen getötet. (afp)