Einem Referee aus Somalia wird die Einreise zur WM verwehrt. Annalena Baerbock kritisiert die Fifa scharf, die sich machtlos gibt.
Kritik an FIFA-NeutralitätBaerbock fordert nach Einreiseverbot für Schiri Handeln

Annalena Baerbock kritisiert die FIFA.
Copyright: Michael Kappeler/dpa
Die Verweigerung der Einreise für den Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia zur Fußball-Weltmeisterschaft in den USA hat deutliche Kritik am Weltverband FIFA ausgelöst. Annalena Baerbock, die Präsidentin der UN-Generalversammlung, äußerte diese Kritik.
Im Podcast „Calcio d´Oro“ hat Baerbock den Vorgang um den Referee als den „krassesten Fall“ eingestuft. Sie hob hervor: „Das ist der Moment, wo es nicht mehr heißen kann, man ist neutral, man kann sich nicht äußern. Neutralität heißt, dass man alle Schiedsrichter einreisen lässt.“ Von der FIFA verlangte Baerbock, umgehend tätig zu werden, „um deutlich zu machen, dass sie zu ihren eigenen Regeln steht“.
Einreiseverbot für Referee aus Somalia
Die Regelungen für die Einreise in die USA stellen im Vorfeld der WM ein Hauptthema dar. Große Beachtung fand dabei der Fall des 34-jährigen Referees Artan aus Somalia. Ihm wurde der Zutritt verwehrt mit der Begründung möglicher Verbindungen zu einer Terrororganisation.
Infantino betont beschränkten Einfluss
Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, stufte die verweigerte Einreise als „natürlich unglücklich“ ein. Er machte jedoch auf die begrenzten Einflussmöglichkeiten der Organisation aufmerksam. „Wir kontrollieren nicht alles. Wir versuchen, wir werden diskutieren, wir werden sprechen, wir werden sehen. Manchmal ist es gut, einfach zu chillen, relaxen“, äußerte Infantino. Er ergänzte: „Aber wir müssen respektieren, dass wir nicht die Könige der Welt sind, die über Regierungen und die Polizei bestimmen. Wir sind eine Sportorganisation.“
Somalia ist einer von 39 Staaten, dessen Staatsbürger von den strengeren Einreisevorschriften der US-Regierung betroffen sind, die unter dem früheren Präsidenten Donald Trump eingeführt wurden. Bei der Ankunft in den USA müssen sich Personen aus diesen Ländern erweiterten Sicherheitsüberprüfungen stellen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.