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Spahn über seine SexualitätWarum er schwul, aber nicht homosexuell genannt werden will

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Jens Spahn

Jens Spahn lehnt die Begriffe homosexuell und queer für sich ab.

Unionsfraktionschef Jens Spahn erläutert, weshalb er als „schwul“ und nicht als „homosexuell“ oder „queer“ bezeichnet werden möchte.

Jens Spahn, der Fraktionsvorsitzende der Union (CDU), verwendet die Begriffe „homosexuell“ und „queer“ nicht für sich selbst. Wie die „dpa“ meldet, die sich auf ein Doppelinterview in der Wochenzeitung „Die Zeit“ bezieht, äußerte Spahn dies. An dem Gespräch war auch sein Amtskollege Matthias Miersch von der SPD beteiligt. Spahn habe bereits seinem Amtsvorgänger Volker Kauder (CDU) mitgeteilt: „Ich möchte von dir nie wieder homosexuell genannt werden“. Auf die Nachfrage, welche Bezeichnung er bevorzuge, erwiderte Spahn: „Schwul. Homosexuell, das klingt für mich furchtbar. Steril.“ Sein Gesprächspartner Miersch pflichtete ihm bei und merkte an: „Es klingt klinisch, nach einer technischen Einordnung.“

Der CDU-Politiker führte aus, dass er ebenso mit der Bezeichnung „queer“ wenig anfangen könne. „Ich bin schwul, nicht queer. Dieses Identitätspolitische – als wäre das ein Konzept.“ Der Begriff queer wird von Personen genutzt, die nicht heterosexuell sind oder sich nicht mit konventionellen Rollenbildern von Männern und Frauen sowie anderen gesellschaftlichen Konventionen bezüglich Geschlecht und Sexualität identifizieren.

Spahn lehnt politische Ideologisierung ab

Als Miersch nachhakte, weshalb Spahn Schwierigkeiten mit „queer“ habe, entgegnete der CDU-Politiker: „Ich habe gar kein Problem damit, dass die Gesellschaft da offen ist, es kann sich auch jeder queer nennen. Im Gegenteil, ich bin sehr liberal, was das Private angeht. Ich halte aber nichts von der Verknüpfung mit politischer Ideologie.“

Spahn führte weiter aus, dass man „die Emanzipationsgeschichte infrage“ stelle, falls alles, „selbst das Geschlecht“, zu einer Angelegenheit der Selbstdefinition gemacht werde. „Dann verschwindet doch alles, was erreicht wurde, auch für die Emanzipation von Frauen. Wer sitzt eigentlich dann auf der Toilette - oder im Frauengefängnis?“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.