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„Der absolute Wahnsinn“Massiver Angriff trifft Moskau – Rauch und Panik nahe des Kreml

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Ein Screenshot aus einem Video zeigt einen Großbrand in der Moskauer Raffinerie am Morgen des 18. Juni.

Ein Screenshot aus einem Video zeigt einen Großbrand in der Moskauer Raffinerie am Morgen des 18. Juni.

Die Ukraine hat die russische Hauptstadt Moskau ins Visier genommen – und ist dabei Berichten zufolge dem Kreml nahe gekommen.

Die Ukraine hat am Donnerstag den umfangreichsten Drohnenangriff auf Moskau seit Jahren gestartet. Videos in den sozialen Netzwerken zeigten große schwarze Rauchsäulen über der Stadt. Andere Aufnahmen, die am Donnerstagmorgen im Netz kursierten, sollen derweil Bewohnerinnen und Bewohner der russischen Hauptstadt zeigen, die mit Panik auf den Großangriff reagieren.

Schreie und das vehemente Feuer der russischen Luftabwehr sind auf den Aufnahmen zu hören. „Scheiße, bei uns fliegt einfach eine Drohne nach der anderen – das ist der absolute Wahnsinn“, sagt eine Frau in einem der Videos. Unabhängig überprüft werden können die Aufnahmen derzeit jedoch nicht.

Moskau meldet massiven Drohnenangriff

„Mehrere Drohnen haben es geschafft, MNPZ zu treffen“, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit Verweis auf eine große Raffinerie in der russischen Hauptstadt. Seinen Angaben zufolge fing die Luftverteidigung der Hauptstadt über Nacht 180 Drohnen ab.

Ein Screenshot aus einem vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj veröffentlichten Video zeigt Rauchsäulen über Moskau.

Ein Screenshot aus einem vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj veröffentlichten Video zeigt Rauchsäulen über Moskau.

„Luftverteidigungseinheiten wehren weiterhin einen großangelegten Angriff ab“, fügte Sobjanin hinzu. Dem Bürgermeister zufolge wurden die Straßen in der Nähe der angegriffenen Raffinerie gesperrt. Er machte keine weiteren Angaben zu möglichen Schäden an der Anlage. Russische Medien berichteten jedoch, dass sie in Flammen stand.

Rauchsäulen über Moskau: Selenskyj bestätigt Großangriff

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Großangriff unterdessen auf der Plattform X und veröffentlichte ein Video, das Großbrände und Rauchsäulen über Moskau zeigt. „Zum zweiten Mal diese Woche wurde die Moskauer Ölraffinerie getroffen“, schrieb Selenskyj. Der Großangriff sei eine „vollständig gerechtfertigte Reaktion auf russische Angriffe“, fügte der Staatschef hinzu.

Der ukrainische Generalstab erklärte unterdessen ebenfalls, dass die Moskauer Raffinerie bei Angriffen getroffen worden sei. Die Kapazität der Anlage betrage mehr als zwölf Millionen Tonnen Öl pro Jahr und sei an der Versorgung der russischen Armee beteiligt, hieß es weiter auf Kyjiw. Ukrainische Medien berichteten, dass die Drohnen lediglich 15 Kilometer vom Kreml entfernt eingeschlagen seien.

Berichte: Hunderte Flüge im Großraum Moskau gestrichen

Beeinträchtigt war auch der Flugverkehr in der russischen Hauptstadtregion. So gab der größte Moskauer Flughafen Scheremetjewo bekannt, Passagiere an einen „sicheren Ort“ gebracht zu haben. Starts und Landungen seien eingeschränkt worden, hieß es weiter. Der russische Telegram-Kanal Shot berichtete, an allen Moskauer Flughäfen seien insgesamt mehr als 520 Flüge gestrichen worden.

Während Moskaus Bürgermeister Sobjanin die Zahl der von den Moskauer Luftverteidigungseinheiten abgewehrten ukrainischen Drohnen mit 180 angab, teilte das russische Verteidigungsministerium mit, in der Nacht zu Donnerstag seien mehr als 500 Drohnen zerstört worden. Der Nachrichtenagentur Tass zufolge waren die Angriffe die umfangreichsten seit mindestens zwei Jahren gewesen.

Die Attacken erfolgten wenige Stunden vor Beginn eines geplanten Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der südostasiatischen Asean-Staaten in Kasan, das etwa 750 Kilometer östlich von Moskau liegt. Gastgeber ist Kremlchef Wladimir Putin. (mit afp)