Die USA und der Iran nehmen in Genf neue Gespräche auf. Ein umfassendes Abkommen soll binnen 60 Tagen ausgehandelt werden.
USA und Iran einigWeitere Verhandlungen sollen in 60 Tagen abgeschlossen sein

Irans Außenminister Abbas Araghtschi gibt an, dass weitere Verhandlungen mit den USA am Freitag starten sollen. (Archivbild)
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Wie aus Teheran verlautet, ist für Freitag in der Schweiz der Beginn einer neuen Gesprächsrunde zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran geplant. Diese soll unmittelbar nach der Signierung eines ausgehandelten Rahmenvertrags starten. Zuvor hatten sich beide Staaten auf eine Vereinbarung zur Beendigung der Kampfhandlungen verständigt, die laut US-Informationen schon digital paraphiert wurde. Medienberichten nach ist für Freitag zudem ein persönliches Treffen ranghoher Delegierter beider Seiten in Genf vorgesehen.
Laut einer Meldung der Agentur Tasnim aus Teheran äußerte sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi dahingehend, dass die Folgegespräche binnen 60 Tagen zu einem Abschluss kommen sollen. Der anfängliche Fokus habe auf einem Ende der Kampfhandlungen, der Öffnung der Seestraße von Hormus, der Freisetzung blockierter iranischer Finanzmittel sowie auf dem Wiederaufbau gelegen.
Regelung zur Besetzung im Libanon vorgesehen
Araghtschi führte des Weiteren aus, dass eine Beendigung des Konflikts ebenfalls das Ende der israelischen Okkupation libanesischer Territorien umfasse. Jeder neue Angriff Israels auf den Libanon oder eine fortgesetzte Besetzung von Gebieten würde von iranischer Seite als Bruch des erzielten Abkommens gewertet werden.
Auch finanzielle Themen stehen auf der Agenda. So hatte US-Vizepräsident JD Vance kürzlich eine mögliche Lockerung von Sanktionen in Aussicht gestellt. Darüber hinaus wird über einen Wiederaufbaufonds mit einem Volumen von 300 Milliarden US-Dollar debattiert.
Zeitplan für Atomabkommen als ambitioniert bewertet
Der Zeitrahmen von 60 Tagen wird als ambitioniert angesehen, um eine weitreichende Vereinbarung über das iranische Atomprogramm auszuhandeln. Im Vergleich dazu nahmen vergleichbare Verhandlungen über den letzten bedeutenden Vertrag mit dem Iran, das 2015 in Wien erzielte Atomabkommen, einen Zeitraum von beinahe zwei Jahren in Anspruch. (dpa/red)
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