Abo

Kurze Entspannung beim TankenPreise sinken, doch der nächste Preissprung droht bereits

2 min
Kraftstoff

Tanken wird billiger - auf einen kräftigen Preisnachlass warten die Autofahrer bisher aber vergeblich. (Symbolbild)

Die Spritpreise sinken nach der Deeskalation im Iran-Konflikt. Die Entlastung für Autofahrer ist aber nur von kurzer Dauer.

Infolge der Deeskalation im Iran-Konflikt geben die Kraftstoffpreise nach. Sie bewegen sich allmählich zurück auf das Niveau, das vor dem Ausbruch der Spannungen herrschte. Der ADAC teilte mit, dass der deutschlandweite Durchschnittspreis für Diesel am Montag bei 1,816 Euro je Liter lag. Obwohl die Reduzierung zum Vortag lediglich 1,3 Cent betrug, markierte dies den siebten aufeinanderfolgenden Tag mit fallenden Preisen. Der Preis für Super E10 sank ebenfalls um 0,9 Cent und erreichte einen Wert von 1,868 Euro.

Der Preisunterschied zu der Zeit vor dem Konflikt belief sich am Montag für Diesel auf nur noch 7 Cent je Liter, während es bei E10 9 Cent waren. Für eine 50-Liter-Tankfüllung ergibt sich daraus ein Aufpreis von 3,50 Euro für Diesel und 4,50 Euro für Benzin. Zum Höhepunkt der Krise war der Liter Diesel um über 70 Cent angestiegen, bei E10 betrug der Anstieg mehr als 40 Cent.

Kraftstoffkosten zeigen Abwärtstrend

Die Daten vom Dienstagmorgen signalisieren ebenfalls eine Fortsetzung des Preisrückgangs. Um 8.45 Uhr lag der Preis für Diesel im deutschlandweiten Mittel bei 1,764 Euro je Liter, was 2,1 Cent unter dem Wert des Vortages zur selben Uhrzeit war. Der Preis für einen Liter E10 belief sich auf 1,826 Euro, was einer Reduktion von 1,6 Cent im Vergleich zu den vorangegangenen 24 Stunden entspricht.

Diese Erhebung vom Dienstag liefert zwar einen Hinweis auf die künftige Preisbewegung, jedoch kann der Durchschnittswert für den gesamten Tag erheblich davon abweichen. Kraftstoff ist seit der Etablierung der 12-Uhr-Regel in den Morgen- und Vormittagsstunden tendenziell preiswerter. Um die Mittagszeit steigen die Kosten häufig stark an, bevor sie während des Nachmittags und zum Abend hin wieder nachgeben.

Auslaufen der Steuersenkung auf Kraftstoff

Die Notierungen für Rohöl sind jüngst spürbar gefallen, was unter anderem auf die entspannteren Signale aus der Nahost-Region zurückzuführen ist. Jedoch bemängelte der ADAC, dass dieser Preisvorteil nur zögerlich an die Endkunden weitergegeben werde.

Die Annäherung der Kraftstoffpreise an das Niveau vor dem Konflikt ist ebenfalls auf die von der Bundesregierung eingeführte Steuersenkung zurückzuführen, welche die Abgaben je Liter um 16,7 Cent reduziert hat. Die Gültigkeit dieser Maßnahme ist auf das Monatsende beschränkt und eine Verlängerung ist nicht vorgesehen. Anschließend müssen sich Fahrzeugführer erneut auf steigende Kosten einstellen.

Ausgehend vom Preisniveau des Montags würde Diesel auch ohne die steuerliche Vergünstigung weniger als 2 Euro je Liter kosten. Falls sich die Preisentwicklung der vergangenen Tage fortsetzt, wäre ein ähnliches Szenario für E10 denkbar. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.