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Was tun bei KopfläusenEine reine Sichtkontrolle reicht zur Erkennung nicht aus

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Kopfläuse werden mit einem Läusekamm entfernt

Gründliche Untersuchung ist entscheidend: Mit einem Läusekamm und einer Haarspülung lassen sich Läuse und Eier im feuchten Haar am zuverlässigsten aufspüren.

Kopfläuse in Kita oder Schule? Wie Sie einen Befall bei Ihrem Kind sicher erkennen und was dann zu tun ist.

Wenn Kindertagesstätten oder Schulen über Kopfläuse informieren, löst das bei vielen Eltern Besorgnis aus. Eine sorgfältige Inspektion von Haar und Kopfhaut des eigenen Nachwuchses ist dann unerlässlich. Um die Ausbreitung dieser Parasiten einzudämmen, sind eine rasche Diagnose und Therapie maßgeblich. Das charakteristische Jucken tritt nicht in jedem Fall als Symptom auf.

Ein bloßes Durchsehen der Haare genügt in der Regel nicht, um einen Befall mit Läusen zuverlässig festzustellen. Darauf weist das „Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)“ hin, weil die Parasiten auf diese Weise oft unentdeckt bleiben.

Kopfläuse zuverlässig identifizieren

Das BIÖG rät stattdessen zu einem methodischen Auskämmen der Haare. Zuerst werden die Haare des Kindes befeuchtet und mit einer Pflegespülung versehen. Dies vereinfacht nicht nur den Kämmvorgang, sondern erschwert den Parasiten auch die Flucht. Sehr dichtes Haar kann zuvor mit einem grobzinkigen Kamm vorgelöst werden. Danach wird das Haar Partie für Partie mit einem speziellen Läusekamm, der in Apotheken und Sanitätshäusern verfügbar ist, kräftig vom Haaransatz bis in die Spitzen gekämmt. Der Kamm wird nach jeder einzelnen Partie auf einem Papiertuch abgewischt, um zu kontrollieren, ob Läuse, deren Vorstufen oder Eier vorhanden sind. Der Einsatz einer Lupe ist vorteilhaft, um die winzigen Nymphen, also die Jungläuse, besser auszumachen.

Ein massiver Befall ist naturgemäß einfacher zu entdecken. Aus diesem Grund empfiehlt das „Robert Koch-Institut (RKI)“, die Inspektion gründlich durchzuführen, um selbst vereinzelte Parasiten aufzuspüren. Um sicherzugehen, kann das Vorgehen über mehrere Tage hinweg wiederholt werden.

Erscheinungsbild von Läusen und Nissen

Erwachsene Kopfläuse erreichen eine Größe von bis zu drei Millimetern und sind ohne Hilfsmittel erkennbar. Ihre Färbung ist grau, kann sich nach dem Blutsaugen jedoch rötlich verändern. Die als Nymphen bezeichneten Jungtiere sind deutlich kleiner. Mit einer Größe von nur circa 0,8 Millimetern sind die Läuseeier noch winziger. Sie besitzen eine tropfenartige Form, eine gelb-bräunliche Farbe und haften fest am Haar in der Nähe der Kopfhaut. Das BIÖG rät, insbesondere die Zonen an den Schläfen, im Nackenbereich sowie hinter den Ohren genau zu inspizieren.

Weißlich schimmernde Eier in einer Entfernung von über einem Zentimeter zur Kopfhaut sind typischerweise leere Eihüllen, auch Nissen genannt. Sie weisen auf eine vergangene, aber nicht mehr aktive Infektion hin und stellen keine Ansteckungsgefahr mehr dar.

Maßnahmen bei einem festgestellten Befall

Wird ein Befall mit Kopfläusen beim Kind festgestellt, ist eine sofortige Therapie erforderlich. Hierfür kommt ein spezielles „Läusemittel“ zur Anwendung. Eine zweite Anwendung muss nach einem Intervall von acht bis zehn Tagen erfolgen. Zusätzlich rät das RKI, das Haar sowohl zwischen den Applikationen als auch für einen Zeitraum von zwei Wochen nach der Zweitbehandlung regelmäßig nass durchzukämmen. Auf diese Weise lässt sich der Erfolg der Therapie überprüfen.

Das Infektionsschutzgesetz schreibt vor, dass Eltern einen Befall mit Kopfläusen bei ihrem Kind der jeweiligen Gemeinschaftseinrichtung – also Kita oder Schule – mitteilen müssen. Diese Verpflichtung zur Meldung gilt auch, falls schon mit einer Therapie begonnen wurde. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.