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Gefahr für AllergikerDWD meldet hohe Pollen-Konzentration am Freitag in Köln und der Region

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Während andere Pflanzen in NRW derzeit kaum eine Rolle spielen, sind Birkenpollen schon sehr verbreitet.

Viele Menschen kämpfen derzeit mit Heuschnupfen: Die Augen tränen, die Nase läuft, man fühlt sich krank und abgeschlagen. In schlimmeren Fällen kann es zu asthmatischen Beschwerden und Atemnot kommen. Bereits im Winter, wenn es noch sehr kalt ist, beginnt die Pollensaison. Der Hasel gehört zu den ersten Pflanzen, die Probleme verursachen können. Seine Blüte beginnt früh, bereits im Dezember kann dies in milden Regionen der Fall sein.

Auch die Erle löst bei vielen Menschen allergische Reaktionen aus. Im Westen Deutschlands fliegen ihre Pollen allerdings derzeit weniger. Ganz im Gegensatz zur Birke: Ihre Blüte ist einer der stärksten Allergieauslöser in Mitteleuropa. Sie verteilt ihre Pollen im März und April. Schätzungen zufolge sind 10 bis 20 Prozent der deutschen Bevölkerung betroffen. 

Birken- und Eschenpollen am Freitag in NRW

Derzeit ist die Konzentration von Birkenpollen in Nordrhein-Westfalen hoch. Besonders heftig soll es am Freitag (27. März) werden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet. Auf der Karte mit dem Pollenflug-Gefahrenindex ist fast ganz Nordrhein-Westfalen inklusive Köln tiefrot eingefärbt, ebenso wie viele andere Teile Deutschlands. Die Belastungsintensität mit Birkenpollen wird mit mittel bis hoch angegeben, das ist die zweithöchste Stufe. Am Samstag wird es dann wieder etwas besser.

Eine Besonderheit bei einer Allergie gegen Birkenpollen ist, dass Betroffene häufig eine Kreuzreaktion mit bestimmten Lebensmitteln entwickeln. Das heißt, sie zeigen Symptome auch bei rohen Äpfeln, Kirschen, Haselnüssen und Karotten.

Nicht ganz so häufig ist eine Allergie gegen Eschenpollen. Hier wird die Konzentration am Freitag ebenfalls als sehr hoch gemeldet. Allerdings sind Eschen nicht ganz so verbreitet wie Birken, und sie produzieren auch weniger Pollen.  

DWD meldet Pollenflug

Der Pollenflug-Gefahrenindex des DWD liefert täglich Informationen über den zu erwartenden Pollenflug für die allergologisch wichtigsten Blütenpollen Hasel, Erle, Birke, Esche, Süßgräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia. Die Belastung wird als Tagesmittelwert der Pollenkonzentration pro m³ Luft angegeben. Er wird für 27 Gebiete in Deutschland bereitgestellt und entsteht in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID). Die regionalen kurz- und mittelfristigen Wettervorhersagen des DWD fließen direkt in die Pollenprognose ein.

Über die Warnwetter-App des DWD kann man auch den Pollenflug-Gefahrenindex auf dem Smartphone abfragen. Zusätzlich kann man sich eine Warnmitteilung schicken lassen, wenn die Pollen-Konzentration besonders hoch ist.

Für viele Allergiker sind auch die Sommermonate belastend. Etwa 70 Prozent aller Pollenallergiker reagieren auf Gräserpollen, deren Zeit von Mai bis Juli ist, sich aber auch bis zum September hinziehen kann. Generell gilt: Die Klimaerwärmung verfrüht und verlängert die Leidenszeit der Allergiker.