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„Ich mache mir Sorgen“Wie Sie bei Trading-Sucht richtig reagieren

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Aktienkurse sind auf dem Display eines Smartphones zu sehen

Manche Menschen entwickeln suchtähnliches Verhalten in Bezug auf Trading-Apps.

Trading-Apps können zur Sucht führen. Ein Experte erklärt, wie Partner und Angehörige Betroffenen am besten helfen.

Mithilfe von Trading-Anwendungen ist es unkompliziert, über das Smartphone die Entwicklung von Kursen zu beobachten. Der Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten wie Aktien, ETFs oder Derivaten ist mit nur wenigen Klicks möglich. Eine problematische Entwicklung tritt ein, sobald die Verwendung zwanghafte Merkmale aufweist und sich im Extremfall zu einer Abhängigkeit steigert. Häufig sind damit erhebliche finanzielle Einbußen verbunden.

Wie aber können nahestehende Personen den Betroffenen helfen? „Eine entscheidende Rolle spielen Partner oder Angehörige“, erläutert Prof. Falk Kiefer. Er ist der Ärztliche Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim und zugleich Vorstand der Deutschen Suchtstiftung.

Wie Nahestehende Hilfe leisten können

Nahestehende sollten die Person, die anscheinend zwanghaft eine Trading-Anwendung verwendet, auf eine ruhige und wertschätzende Weise ansprechen. Dafür eignen sich beispielsweise Formulierungen wie: „Ich mache mir Sorgen um dich“, „Du bist nicht erreichbar, alles dreht sich bei dir um Gewinne und Verluste“ oder „Ich möchte dir helfen“.

Anschließend sollten Nahestehende der betroffenen Person spezifische Hilfe vorschlagen. Dabei können Sätze wie die folgenden nützlich sein: „Komm, wir setzen uns jetzt zusammen und gucken uns deine Gewinne und Verluste zusammen an“ oder „Wir überlegen jetzt gemeinsam, wie du aus dem zwanghaften Verhalten wieder rauskommst“.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, zusammen Suchtberatungsstellen aufzusuchen, beispielsweise von der Caritas. Auch psychosoziale Beratungsstellen oder ambulante Suchtambulanzen an Hochschulen sind eine Anlaufstelle. „Wichtig ist, dass Partner oder Angehörige der betroffenen Person signalisieren: Du bist nicht alleine, ich helfe dir und gemeinsam erreichen wir unser Ziel“, betont Kiefer. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.