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Heizkosten sparen 15 Tipps – So halten Sie Wärme möglichst lange in der Wohnung

Pantoffeln stehen auf einem Holzboden neben einem Schaffell.

Wollige Pantoffeln halten im Winter die Füße auch dann warm, wenn die Heizung niedriger eingestellt ist.

Köln – Eine warme Wohnung wird diesen Winter wohl teuer werden. Die Energiekosten sind stark gestiegen. Wer die Ausgaben möglichst niedrig halten muss oder will, sollte neben einer effizienten Stromnutzung vor allem dafür sorgen, dass die erzeugte Wärme in der Wohnung bleibt. Denn das kann eine Menge Energie sparen.

Viele klassische Tipps zum Energiesparen sind von Mieterinnen und Mietern kaum umsetzbar. Umstellung auf erneuerbare Energien, die Dämmung der Fassade, der hydraulische Abgleich der Heizung: All das liegt in der Hand der Vermietenden, ist mit viel Geld und Zeit verbunden. Es geht aber auch mit weniger Aufwand. Mit den folgenden, ganz einfachen Kniffen lässt sich die Wärme im Haus und die Energiekostenrechnung etwas niedriger halten.

1. Möbel nicht vor die Heizung stellen

Vom Heizkörper aus soll die abgegebene Wärme in den Raum ausstrahlen. Das funktioniert natürlich nicht, wenn eine Couch, ein Sessel oder ein anderes Möbelstück vor der Heizung steht. Diese blocken die Wärme förmlich ab, die Heizung benötigt deutlich mehr Energie, um den Raum aufzuheizen. Deshalb sollten möglichst keine Möbel vor der Heizung stehen.

2. Sitzmöbel an den Innenwänden platzieren

Wenn die Möbel ohnehin vom Heizkörper wegbewegt werden, können sie auch gleich an den richtigen Platz gestellt werden. Vor allem Möbel, auf denen man sich gerne niederlässt – wie Sofa oder Sessel – sollten nämlich an Innen- und nicht an Außenwänden stehen. Denn die verlieren weniger Wärme als Außenwände, auch, wenn diese noch so gut gedämmt sind. Steht der Sessel also vor einer Innenwand, hat er tendenziell ein wärmeres Plätzchen. Gleiches gilt zum Beispiel auch für den Homeoffice-Schreibtisch. Der Platz am Fenster spendet zwar Licht, kann aber auch schneller für kalte Füße sorgen.

3. Nicht mehr heizen als nötig

Laut dem Energieversorgungsunternehmen EnBW sollte die Temperatur in Wohnräumen im Winter bei etwa 20 Grad liegen. Für Schlafräume liegt die Empfehlung bei 16 bis 18 Grad. Wer es wärmer haben möchte, zahlt bei der Abrechnung der Energiekosten natürlich entsprechend drauf. Mit jedem eingesparten Grad bei der Raumtemperatur lassen sich die Heizkosten um bis zu 6 Prozent senken, schreibt die Beratungsgesellschaft CO2online.

4. Heizung herunterdrehen – aber nicht ganz

Energie sparen lässt sich auch, wenn niemand in der Wohnung ist. Dann kann die Temperatur dort gesenkt werden. Ganz auskühlen lassen sollte man allerdings keinen Raum. Denn wenn dieser wieder aufgeheizt werden soll, verbraucht dies viel Energie – und auch mehr, als wenn eine konstant niedrigere Temperatur gehalten wird.

Gar nicht heizen? Eher keine Option

Eine Pflicht zum Heizen besteht für Mieterinnen und Mieter nicht. Allerdings müssen sie ihre Wohnung pfleglich behandeln. Und wer konsequent nicht heizt, riskiert Schimmel. Die Heizung ganz auszulassen, ist also eher keine Option.

5. Türen geschlossen halten

Logisch, bei geschlossenen Türen findet ein deutlich geringerer Wärmeaustausch statt. So bleibt die warme Luft da, wo sie sein soll. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn gewisse Räume etwas wärmer oder kälter sind als andere.

6. Fenster und Türen abdichten

Um die geschlossenen Türen effizienter zu gestalten, sollten Lücken möglichst abgedichtet werden. Zum Beispiel unter der Tür oder im Rahmen. Noch wichtiger ist das bei Fenstern. Zieht es hier, geht viel Wärme nach außen verloren. Auch Katzen- und Hundeklappen können zum Problem werden, wenn sie schon in die Jahre gekommen sind und nicht mehr ganz so gut schließen.

7. Rollladen runter

Fenster können noch so gut abgedichtet sein, ein wenig Wärme werden sie wohl immer nach außen abgeben. Hier helfen geschlossene Rolladen, gerade in der Nacht. Was im Sommer bei drückender Sonneneinstrahlung funktioniert, um die Hitze einigermaßen draußen zu halten, klappt im Winter auch andersherum.

8. Sonnenlicht reinlassen

Wenn die Sonne dann aber scheint, sollten die Rollladen möglichst oben sein. Auch Gardinen und Vorhänge sollten an den zur Sonne gewandten Fenstern weit zur Seite geschoben werden. Denn obwohl die Sonne im Winter weniger Kraft hat, helfen auch die etwas schwächeren Strahlen, die Luft innerhalb der Wohnung aufzuwärmen.

9. Teppiche

Wärme verliert eine Wohnung nicht nur durch Fenster und Türen, sondern auch über den Boden. Hier helfen Teppiche. Sie verhindern, dass sich die warme Luft über Fliesen und Dielen nach unten verkriecht.

10. Backofen offen lassen

Vielleicht wird es in der ein oder anderen Wohnung in diesem Winter öfter mal ein Mittagessen aus dem Backofen geben. Denn der lässt sich im Anschluss noch anderweitig nutzen. Bleibt die Klappe offen, sobald die Mahlzeit fertig gebacken ist, verteilt sich die Restwärme aus dem Ofen in der Wohnung.

11. Thermostat richtig einstellen

Wer mit einem Thermostat heizt, sollte nicht viel daran herumspielen. Ventile voll aufdrehen, sobald es kalt wird oder zudrehen, sobald es warm genug ist: Das benötigt viel Energie. Sparender ist es, einmal die gewünschte Temperatur einzustellen. Der Heizkörper heizt dann auf, das Thermostat sorgt dafür, dass die Temperatur nicht überschritten wird.

12. Heizkörper entlüften

Befindet sich Luft im Heizkörper, kann sich das aufgeheizte Wasser darin nicht richtig verteilen. Die Folge: Auch ein voll aufgedrehter Heizkörper wird nicht richtig warm. Zum Entlüften wird das Ventil an dem Heizkörper mit einer Zange oder einem speziellen Vierkantschlüssel langsam aufgedreht. Es befindet sich in der Regel an der Seite des Radiators. Sobald keine Luft mehr entweicht und Wasser austritt, kann das Ventil wieder geschlossen werden. Achtung: Eine Schüssel zum Auffangen des Wassers unter das Ventil halten.

13. Heizkörper reinigen

Schmutz auf dem Heizkörper kann eine ähnliche Wirkung entfalten wie Möbel, die davorstehen. Auch zum Beispiel Staub hindert die Wärme daran, sich vom Heizkörper aus optimal im Raum zu verteilen. Deshalb sollten die Heizkörper beim Putzen nicht vergessen werden.

14. Stoßlüften auch im Winter

Lüften ist auch trotz hoher Energiekosten im Winter wichtig. So kommt nicht nur frische Luft in die Wohnung, auch Schimmelbildung wird verhindert. Lange auf Kipp stehen sollte ein Fenster aber nicht. Denn dann kühlen auch die Wände rund um das Fenster aus, in denen zuvor noch Raumwärme gespeichert war. Dasselbe gilt beispielsweise auch für Möbel, die in unmittelbarer Nähe stehen. Besser ist es, die Fenster für kurze Zeit komplett zu öffnen.

15. Pullover anziehen

Sicherlich keine Lösung für alle, aber letztendlich kann man sich natürlich auch selbst warmhalten. Die Heizung etwas herunterdrehen und dafür einen Pullover und die dicken Socken anziehen – das könnte einige Energiekosten sparen. Die Saison für T-Shirts in der Wohnung kommt ja wieder. (tli mit dpa)