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Kölner Bunker dabeiDiese 11 spannenden Bunker kann man 2026 in NRW besichtigen

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Pressetermin mit Foto von den Kommissaren im Bunker und einer Ankündigung zu Dreharbeiten und Handlung des Tatorts. Dietmar Bär (li.) und Klaus J. Behrendt.

Im Tatort „Die letzten Menschen von Köln“ schlüpfen die Schauspieler Dietmar Bär (links) und Klaus Behrendt wieder in ihre Rollen als Kriminalhauptkommissare Alfred Schenk und Max Ballauf. (Archivbild)

Originale Technik, beklemmende Gänge und überraschende neue Nutzungen machen diese 11 Anlagen zu Zeitzeugen der deutschen Geschichte.

Dicke Betonwände, schwere Stahltüren und enge Gänge: In NRW verbergen sich zahlreiche Bunker, die bis heute von den Schrecken des Zweiten Weltkriegs und der Angst vor einem Atomkrieg erzählen. Einige liegen mitten in Städten, andere tief unter der Erde oder gut versteckt in der Eifel.

Und wer wissen möchte, wie sich ein Aufenthalt in einem solchen Schutzbau angefühlt haben könnte, muss nicht vor verschlossenen Türen stehen: 2026 lassen sich gleich mehrere Bunker in Nordrhein-Westfalen besichtigen. Und einer wird als zweiter „Tatort“ nach der Sommerpause in die düstere Welt unter der Stadt Köln führen. Wir zeigen diesen und zehn weitere besonders eindrucksvolle Anlagen.

Atombunker Köln-Kalk

Mitten unter Köln liegt ein Ort, an dem sich die Angst vor einem Atomkrieg besonders eindrucksvoll nachvollziehen lässt. Der Atombunker Köln-Kalk wurde als Schutz- und Führungsanlage in das Kölner U-Bahn-System integriert und sollte im Ernstfall rund 2400 Menschen aufnehmen können. Die Anlage verfügte über eigene Versorgungs- und Kommunikationsstrukturen und sollte einen Betrieb unter extremen Bedingungen ermöglichen. Heute ist sie die „Dokumentationsstätte Kalter Krieg“.

Der Bunker diente zuletzt auch als ungewöhnlicher Drehort: 2025 standen hier Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt für den Kölner „Tatort“ „Die letzten Menschen von Köln“ vor der Kamera

Der Bunker diente zuletzt auch als ungewöhnlicher Drehort: 2025 standen hier Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt für den Kölner „Tatort“ „Die letzten Menschen von Köln“ vor der Kamera. (Archivbild)

Auch 2026 kann der Atombunker besichtigt werden. Öffentliche Führungen finden regelmäßig am ersten Sonntag im Monat statt, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Diese sind kostenfrei, eine Spende ist gerne gesehen. Für die kommenden Monate stehen unter anderem der 6. September, 4. Oktober, 1. November und 6. Dezember auf dem Programm. Die genaue Startzeit wird den angemeldeten Teilnehmern vorab mitgeteilt.

Übrigens diente der Bunker zuletzt auch als ungewöhnlicher Drehort: 2025 standen hier Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär für den Kölner „Tatort“ „Die letzten Menschen von Köln“ vor der Kamera. Einige Szenen des Krimis, der am 20. September 2026 ausgestrahlt wird, spielen direkt in der unterirdischen Anlage.


Ausweichsitz der Landesregierung NRW in Kall-Urft

Tief in der Eifel verbirgt sich ein Stück deutscher Geschichte, das im Ernstfall die Regierungsgeschäfte Nordrhein-Westfalens hätte sichern sollen. Der ehemalige Ausweichsitz der Landesregierung in Kall-Urft entstand während des Kalten Krieges und sollte es der Landesregierung ermöglichen, im Fall eines atomaren Angriffs bis zu 30 Tage unabhängig von der Außenwelt zu arbeiten und zu leben.

Heute ist die Anlage als Dokumentationsstätte erhalten – inklusive funktionierender Technik aus den 1960er-Jahren. Besichtigen lässt sich der Bunker im Rahmen regelmäßiger Führungen, für die eine Anmeldung erforderlich ist. Die öffentlichen Führungen finden freitags und samstags um 16 Uhr statt und dauern etwa zwei Stunden. Der Eintritt kostet 15 Euro pro Person, Kinder bis einschließlich 14 Jahre zahlen 8 Euro. Für Gruppen ab zehn Personen sind zudem eigene Führungstermine möglich.


LZB-Bunker Satzvey

Noch ein Stück geheimnisvoller wird es in Satzvey bei Mechernich: Unter dem Gelände der heutigen Veytalschule versteckt sich ein rund 2500 Quadratmeter großer Bunker mit 72 Räumen. Von 1966 bis 1969 wurde die Anlage als Ausweichsitz der Landeszentralbank NRW errichtet. Im Ernstfall sollten dort unter anderem die Geldversorgung und der Zahlungsverkehr aufrechterhalten werden. Bis zu 100 Menschen konnten in der Anlage untergebracht werden.

Seit 2012 darf die Öffentlichkeit hinein – und auch 2026 gibt es offene Führungen, unter anderem am 6. September, 4. Oktober, 1. November und 6. Dezember. Der Eintritt kostet 10 Euro für Erwachsene, ermäßigt 8 Euro; Kinder unter zwölf Jahren haben freien Eintritt.


Bunkermuseum Hagen

In Hagen wird der Bunker selbst zum Museum: In der Bergstraße 98 können Besucher in die Welt des Luftschutzes und der Bunkernutzung eintauchen. Das Untergeschoss wurde originalgetreu rekonstruiert und mit historischen Exponaten ausgestattet. Besonders beklemmend wird es bei Veranstaltungen, bei denen die Atmosphäre der Bombennächte vermittelt wird – sogar eine Simulation von Fliegeralarm gehört zum Programm.

Auch 2026 gibt es regelmäßig historische Führungen durch den Bunker, die teilweise kostenpflichtig sind. Termine gibt es das ganze Jahr über bis zum Jahresende. Die aktuellen Termine veröffentlicht die Stadt Hagen in ihrem Veranstaltungskalender.


Bunkermuseum Oberhausen

Ein ehemaliger Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg beherbergt heute das Bunkermuseum Oberhausen. Die Ausstellung befindet sich im untersten Geschoss und beschäftigt sich mit dem Luftkrieg und dem Alltag der Menschen während der Bombenangriffe. Dabei sind die Räume selbst Teil der Ausstellung: Der Bunker ist noch deutlich als solcher erkennbar und vermittelt einen unmittelbaren Eindruck davon, wie Schutzräume im Krieg funktionierten.

Das Museum ist mittwochs und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenlos. Zusätzlich gibt es 2026 öffentliche Führungen, die ebenfalls kostenlos sind, allerdings eine vorherige Anmeldung erfordern. Termine stehen am 2. September, 21. Oktober, 11. November und 9. Dezember jeweils um 18 Uhr auf dem Programm.


Reschop-Bunker in Hattingen

Der Reschop-Bunker in Hattingen ist ein besonders ungewöhnliches Relikt des Zweiten Weltkriegs. Der Hochbunker wurde nie vollständig fertiggestellt, diente aber dennoch als Luftschutzanlage. Ab 1986 begann sogar ein erneuter Ausbau für den Zivilschutz im Kalten Krieg, der jedoch nie in Betrieb genommen wurde. Jahrzehntelang blieb das massive Gebäude für die breite Öffentlichkeit verschlossen.

Jahrzehntelang blieb der massive Reschop-Bunker in Hattingen für die breite Öffentlichkeit verschlossen.

Jahrzehntelang blieb der massive Reschop-Bunker in Hattingen für die breite Öffentlichkeit verschlossen. (Archivbild)

Im September 2026 gibt es nun eine seltene Gelegenheit, einen Blick ins Innere zu werfen: Vor dem geplanten Umbau zu Wohnungen wird der Bunker im Rahmen einer Führung für Besucher geöffnet. Die beiden für den 20. September angekündigten Führungen sind inzwischen allerdings bereits ausgebucht.


Bunker Hoffnungsthal in Rösrath

Im Rösrather Stadtteil Hoffnungsthal führt ein rund 60 Meter tiefer Stollen in den Berg. Die Luftschutzanlage wurde ab 1943 für bis zu 800 Menschen errichtet und war im Herbst 1944 einsatzbereit. Noch heute sind unter anderem die alten Gasschutztüren und Spuren der sanitären Einrichtungen zu erkennen. Besonders spannend: Auch dieser Bunker diente als Kulisse für einen Kölner „Tatort“, nämlich „Fette Hunde“ aus dem Jahr 2012.

Beleuchteter Gang eines Bunkers aus dem 2. Weltkrieg in Rösrath-Hoffnungsthal.

Beleuchteter Gang eines Bunkers aus dem 2. Weltkrieg in Rösrath-Hoffnungsthal. (Archivbild)

Der Geschichtsverein Rösrath bietet regelmäßig Führungen an; 2026 gibt es dafür auch mehrere feste Termine. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist wegen der begrenzten Teilnehmerzahl erforderlich.


Reichsbahnbunker Köln-Nippes

In Köln-Nippes wartet ein weniger bekannter Bunker auf Entdecker. Der Reichsbahnbunker entstand 1941 im damaligen Ausbesserungswerk der Reichsbahn und diente als Luftschutz-Leitstelle. Von hier aus sollte der Werkluftschutz den Schutz des Betriebs während der Luftangriffe koordinieren. Das Bauwerk ist weitgehend erhalten und beherbergt heute unter anderem original eingerichtete und restaurierte Räume.

Auch 2026 lässt sich der Bunker im Rahmen öffentlicher Nippes-Führungen besichtigen. Die Stadtteilführungen finden noch bis November statt und kosten 16 Euro, hinzu kommen 3 Euro Eintritt für den Bunker.


Bunker an der Feidikstraße in Hamm

Mitten in der Hammer Innenstadt steht einer von einst 15 Hochbunkern, die ab 1940 zum Schutz der Bevölkerung errichtet wurden. Besonders interessant ist der Bau an der Feidikstraße/Ecke Sedanstraße: Er entstand ab 1941 und besitzt noch heute originale Innenräume. Auch künstlerische Spuren finden sich an dem wuchtigen Betonklotz: Jemand hat den bekannten Friedensspruch „Stell dir vor, es gibt Krieg, und keiner geht hin“ an die Wand geschrieben und mit einer Friedenstaube ergänzt.

Luftbild, Heilig-Geist-Kirche, Taubenstraße Ecke Feidikstraße, Hochbunker Feidikstraße, Mitte, Hamm, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland ACHTUNGxMINDESTHONORARx60xEURO *** Aerial view, Holy Spirit Church, Taubenstraße corner Feidikstraße, high bunker Feidikstraße, Mitte, Hamm, Ruhr area, North Rhine Westphalia, Germany ATTENTIONxMINESTHONORARx60xEURO

Luftbild, Heilig-Geist-Kirche, Taubenstraße Ecke Feidikstraße, Hochbunker Feidikstraße, Mitte, Hamm, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland ACHTUNGxMINDESTHONORARx60xEURO *** Aerial view, Holy Spirit Church, Taubenstraße corner Feidikstraße, high bunker Feidikstraße, Mitte, Hamm, Ruhr area, North Rhine Westphalia, Germany ATTENTIONxMINESTHONORARx60xEURO

Bei der Führung „Bunker entdecken – Hinter dicken Mauern“ öffnen sich die schweren Türen und Besucher können das Innere erkunden. Der nächste Termin findet am 18. September statt, die zweistündige Führung ist allerdings bereits ausgebucht. Ein Blick in den Veranstaltungskalender lohnt sich dennoch, falls weitere Termine hinzukommen. Der Eintritt beträgt sechs Euro, festes Schuhwerk wird empfohlen.


Bunker Burgstraße 13 in Siegen

Einst sollten die Siegener Hochbunker Tausende Menschen vor Bombenangriffen schützen. Einer dieser massiven Zeitzeugen steht an der Burgstraße 13. Der fünfgeschossige Stahlbetonbau wurde 1940 auf dem Siegberg errichtet und besitzt meterdicke Betonwände. Im Inneren sind bis heute unter anderem die ursprünglichen Koksöfen zur Beheizung und ein Notstromaggregat erhalten.

Das Siegerlandmuseum bietet öffentliche Führungen an – grundsätzlich an jedem vierten Sonntag im Monat um 14 und 15 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich, Erwachsene zahlen acht Euro, Kinder und Jugendliche vier Euro.


Bilker Bunker in Düsseldorf

Der Bilker Bunker sieht von außen noch immer wie ein massiver Schutzbau aus – heute steckt darin allerdings Kunst und Kultur. Errichtet wurde das Luftschutzbauwerk zwischen 1942 und 1944; später wurde es sogar zum atomschutzsicheren Zivilschutzbunker ausgebaut.

Seit 2023 wird das denkmalgeschützte Gebäude als Kunst- und Kulturzentrum genutzt. Sogar einen pink gestalteten Sportraum gibt es: Auf rund 23 Quadratmetern können bis zu fünf Personen Yoga, Tanz oder Personal Training machen.

Wer den ungewöhnlichen Bau trotzdem einmal von innen als Bunker erleben möchte, bekommt beim Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 Gelegenheit dazu: Dann werden zwei kostenlose Führungen durch den Bilker Bunker angeboten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.