Am Sportplatz in Nöthen sollen eine Flutlichtanlage und ein Zaun gebaut werden. Doch die Maßnahme verzögert sich.
Verzicht auf FörderungDie Kosten für Sportplatz in Nöthen steigen

Die SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim, hier Jonas Paries im Pokalspiel im Oktober 2025, spielt auf dem Sportplatz in Nöthen.
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Verzögert sich der Bau der Flutlichtanlage und des Zauns um den Sportplatz in Nöthen weiterhin? Klar ist: Im Vergleich zur ursprünglichen Kostenschätzung aus dem Jahr 2025 ergaben sich nun nach einer detaillierten Planung und der Aufstellung des Leistungsverzeichnisses Mehrkosten in Höhe von 30.000 Euro. Als Finanzierungsmöglichkeit schlug die Stadt Bad Münstereifel die Beantragung von Fördermitteln für die Flutlichtanlage vor. Allerdings würde die Bearbeitung dieses Förderantrags sechs bis zehn Monate in Anspruch nehmen, sodass erst im Frühjahr/Sommer 2027 die Ausschreibung erfolgen könnte.
Dem Bau- und Feuerwehrausschuss war dieses Prozedere aber nicht nur zu lang, sondern vor allen Dingen auch zu unsicher, weshalb letztlich auf die Fördermittel verzichtet wurde, damit mit der Ausschreibung umgehend begonnen werden kann. „Dort spielt eine große Spielvereinigung, es findet ein Jugendzeltlager statt, wir müssen das Vorhaben endgültig zu Ende bringen“, sagte Andreas Schmitz (CDU).
SPD-Mann sieht schwindendes Vertrauen in Politik und Verwaltung
David Rauch (SPD) verwies auch auf die Dauer des Vorgangs. Bereits 2022 wurde erstmals ein Beschluss über die Errichtung einer Flutlichtanlage für die Sportanlage in Nöthen gefasst. Zugunsten der Errichtung des Kunstrasenplatzes in Arloff stellte Nöthen diese Maßnahme hintan.
„Nöthen wollte im Winter auch auf Kunstrasen trainieren“, erklärte es Edmund Daniel (UWV). 2025, so Rauch weiter, habe es geheißen, dass bis Juni 2026 mit der Umsetzung zu rechnen sei. „Das Vertrauen in die Politik und die Verwaltung schwindet zusehends“, so Rauch. Simon Mauel, Amtsleiter Hochbau, rechtfertigte die Verzögerungen damit, dass nicht nur der Sportplatz in Arloff, sondern auch der in Mutscheid errichtet und die Sportanlage in Bad Münstereifel geplant worden seien.
Da nicht sicher ist, ob die Stadt Bad Münstereifel eine Förderung für die Flutlichtanlage tatsächlich erhält, und ebenso unklar ist, ob die Kosten bis zum Jahr 2027 nicht noch weitersteigen – im Regelfall rechnet man derzeit mit einer Kostensteigerung von zehn Prozent pro Jahr – und diese neue Summe von der Förderung nicht komplett gedeckt ist, fasste der Ausschuss einstimmig den Beschluss, den Mehrkosten in Höhe von 30.000 Euro zuzustimmen, ohne eine Förderung in Anspruch zu nehmen.
