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Kreisliga AErster Spieltag komplett: Frauenberg und Zülpich II gewinnen auswärts

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Mit erhobenem Bein geht Jakob Raudszus in den Zweikampf und versucht den Ball in Höhe des Hinterkopfs von Jonas Küpper zu treffen.

Die Ampelkarte sah in der 41. Minute Jakob Raudszus (r.), der sich bis dahin packende Zweikämpfe mit Jonas Küpper geliefert hatte.

Drei Partien beendeten den ersten Spieltag in der Kreisliga A. Weilerswist und Flamersheim/Kirchheim spielen unentschieden.

Am Mittwoch endete der erste Spieltag der Kreisliga A mit den Partien der Klubs, die am Wochenende noch im FVM-Pokal im Einsatz waren. Auffallend: Keiner der drei Heimvereine konnte zum Saisonauftakt seine Partien gewinnen.

Schöneseiffen kam gegen Frauenberg nicht zwingend vors Tor

SV Schöneseiffen – SV Frauenberg 0:2 (0:1). Der SV Frauenberg ist mit einem Auswärtssieg beim SV Schöneseiffen in die Saison gestartet. Bereits in der fünften Minute traf Ben Huthmacher nach einem Ballverlust der Gastgeber zur Führung. In einer starken Anfangsphase erspielte sich Frauenberg mehrere Möglichkeiten. „In der ersten Halbzeit haben wir keine Chance vom Gegner zugelassen“, sagte Trainer Kurt Krüger, der die Mannschaft mit Klaus Dietsch betreut. Ihr Vorgänger im Traineramt, Sebastian Kaiser, stand als Stürmer in der Startelf.

Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich das Geschehen. Schöneseiffen hatte längere Ballbesitzphasen, kam jedoch nicht zum Ausgleich. „Ab der Halbzeit hatten wir 80 Prozent Ballbesitz, sind aber leider auch nicht zwingend vors Tor gekommen“, sagte Trainer Heiko Zimmer. In der Nachspielzeit erhöhte Tobias Wolfer auf 0:2 (90.+1). Krüger bilanzierte: „Auch in der zweiten Halbzeit haben wir nichts zugelassen. Wir haben noch Arbeit vor uns, aber es läuft schon ganz gut.“

Ziburske: „Beide Teams werden sich relativ weit oben wiederfinden“

SSV Weilerswist – SG Flamersheim/Kirchheim 1:1 (0:0). Im Duell zum Saisonstart trennten sich der SSV Weilerswist und die SG Flamersheim/Kirchheim unentschieden. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Timo Jäntgen die Gäste in der 61. Minute in Führung. Nur wenige Minuten später hatte Weilerswist die große Gelegenheit zum Ausgleich, doch Felix Kortholt scheiterte per Strafstoß (67.). Erst in der Nachspielzeit traf Max Becker mit seinem ersten Ballkontakt nach der Einwechslung zum Ausgleich (90.+5).

Weilerswists Trainer Frederik Ziburske sprach von einem Duell auf hohem Niveau: „Es war ein Spiel mit wenigen Torchancen, sehr taktisch geprägt. Ich glaube, dass sich beide Mannschaften relativ weit oben am Ende der Saison wiederfinden werden.“ Zum späten Ausgleich sagte er: „Das ist natürlich ein bisschen Glück, aber für die Moral ganz, ganz wichtig, dass wir jetzt nicht mit einer Niederlage in die Saison starten.“

FlaKi-Trainer Marco Markwald fasste zusammen: „So ein Lucky Punch in der Nachspielzeit ist natürlich immer bitter. Grundsätzlich kann man mit einer Punkteteilung auswärts zu Saisonbeginn aber leben.“

Zülpich II trotz Unterzahl mit spätem Sieg in Nierfeld

SV SW Nierfeld – TuS Zülpich II 1:2 (1:1). Zülpich II gewinnt durch einen späten Siegtreffer. In der 23. Minute hatte Luca Bläser den SV Nierfeld nach einem Ballgewinn mit 1:0 in Führung gebracht. Die Gäste antworteten noch vor der Pause: Nach einem Standard köpfte Marcel Blum zum Ausgleich ein (39.).

Zülpichs Schlussmann Robin Metternich beim Erdabstoß.

Spielt seit dieser Saison für Zülpich II: Schlussmann Robin Metternich

Kurz darauf sah Zülpichs Kapitän Jakob Raudszus wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Die Szene sorgte für Diskussionen. Nierfelds Trainer Dirk Scheer meinte: „Die erste Gelbe Karte war willkürlich, weil der Schiedsrichter nicht wusste, wer unseren Spielern weggeflext hatte.“ Auch Zülpichs Coach Marc Altendorf sprach von einer unberechtigten ersten Verwarnung, sah die zweite Karte jedoch als vertretbar an.

In der zweiten Halbzeit blieb die Partie kampfbetont, Nierfeld konnte die Überzahl aber nicht nutzen. In der 90. Minute köpfte Jakob Fischer den Ball zum 1:2 ins Tor. „Nach Unterzahl in der 90. noch den Führungstreffer zu erzielen, war eine absolute Willenssache“, sagte Altendorf. Scheer zog ein ernüchterndes Fazit: „Über 90 Minuten hat keiner den Sieg verdient, beide Mannschaften waren taktisch und spielerisch schlecht.“