Der 77-jährige Lechenicher Klaus Zuchel geht für den RSC Zülpich an den Start. Sein Wissen vermittelt er an den Segelnachwuchs im Verein.
Sportlerwahl 2025Bei Leichtwind ist mit Klaus Zuchel vom RSC Zülpich immer zu rechnen

Der 77-jährige Segler Klaus Zuchel war für den RSC Zülpich erfolgreich.
Copyright: Hans-Hubert Keller
Angesprochen auf seine Pläne für 2026, sagt Klaus Zuchel einen Satz, den er auch als Drohung verstanden wissen will: „Ich setze mich noch nicht zur Ruhe.“ Sieben Regatten stehen schon in seinem Terminkalender. Und auch auf die Hobie-EM im französischen Maubuisson freut er sich. „Die findet auf einem Binnensee statt“, sagt der Lechenicher, der für den Ruder- und Segelclub Zülpich (RSCZ) an den Start geht.
Das erwähnt der 77-Jährige deshalb, weil er ein ausgewiesener Experte für Schwach- und Mittelwind ist. „In dem Bereich gibt es nur wenige Gegner, die mithalten können“, sagt er. Der Wind muss also mitspielen für Klaus Zuchel. „Ab Windstärke 5 fahre ich nicht mehr raus“, sagt er.
Regattatag in Italien fiel wegen des Todes von Papst Franziskus aus
In Cesenatico in Italien segelte er auf Rang sieben. Der letzte Regattatag war wegen des Todes von Papst Franziskus ausgefallen. Beim Eurocup auf dem Bostalstausee wurde Zuchel sogar Zweiter – nur einen Punkt hinter einem kanadischen Gaststarter. „Den hätte man eigentlich rausrechnen müssen“, sagt Zuchel.
Alles zum Thema Papst
- Sportlerwahl 2025 Bei Leichtwind ist mit Klaus Zuchel vom RSC Zülpich immer zu rechnen
- Veedelstradition in Sülz Die Krieler Dömchen Sitzung feiert 75. Geburtstag
- Diplomatie Wer bei Trumps dabei ist – und wer nicht
- Pfarrjubiläum Pfarrvikar Janusz Szewczuk wirkt seit 25 Jahren in Kürten
- Kölner Kardinal Woelki Kirche ist „Anwältin der Menschenwürde“
- Frank Ferchau investiert 70 neue Wohnungen im „Franziskus-Carré“ in Gummersbach
- Kirchenoberhaupt Der Papst, der sich nicht traut
Mit einem guten Gesamtplatz fuhr der 77-Jährige dann im August zum Wettkampf nach Polen. Doch der Starkwind machte ihm zu schaffen, Zuchel landete unter ferner liefen. „Da sind teilweise nur noch zehn Boote rausgefahren“, erinnert er sich.
Seit 1980 steuert Segler Klaus Zuchel Hobie-Katamarane
Als junger Mann war Klaus Zuchel bei Radrennen aktiv. Danach wechselte er zum Segeln. Nach Wettbewerben in der Laserklasse wechselte er 1980 zu den Hobies. 40 Jahre später wurde er sogar deutscher Meister bei den Katamaran-Seglern – und war in der Zeit auch schon mehrfach für die Sportlerwahl nominiert. „Es freut mich immer, wenn ich eine Resonanz auf meinen Sport erhalte“, sagt er.
Bei der Tümpel-Trophy auf dem heimischen Wassersportsee erreichte er im vergangenen Jahr Rang drei. „Beim Tolbiacum-Cup musste ich leider pausieren“, ärgerte er sich. Aufgrund seines Alters sei er aber mit dem Jahr sehr zufrieden und sagt lachend: „Entweder habe ich nichts verlernt – oder die anderen haben nichts dazugelernt.“
Sein Wissen vermittelt er den jungen Seglern in Zülpich. Zeit hat er als Rentner. Seine selbstständige Arbeit im Bereich Fliesen und Bodenbeschichtungen hat er mittlerweile aufgegeben. Und so kümmert er sich nicht nur um die Boote der Jugendlichen, sondern trainiert auch den Nachwuchs, um seine Erfahrung weiterzugeben.

