Die Fußballerin Lena Fink ist lautstarke Kapitänin beim Kreisligisten SG Hellenthal. Dabei könnte sie durchaus bei anderen Vereinen spielen.
Sportlerwahl 2025Lena Fink will die SG Hellenthal nicht verlassen

Geht immer voran: Hellenthals Lena Fink (am Ball).
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„Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, kommentiert Lena Fink ihre Nominierung zur Sportlerwahl. „Wir spielen ja nur in der Kreisliga“, fügt sie bescheiden an. Dabei ist die 25-jährige Mittelstürmerin der SG Hellenthal alles andere als eine Randfigur: Als Kapitänin führt sie ihr Team seit Jahren leidenschaftlich und mit starker Präsenz. „Ich bin eine absolute Teamplayerin und kommuniziere gerne, was durch mein Studium der Wirtschaftspädagogik noch mehr gefördert wurde“, erzählt die Oberschömbacherin. „Wenn Lena bei einem Spiel nicht dabei ist, ist es ruhig“, sagen ihre Mitspielerinnen.
Seit frühester Kindheit steht sie auf dem Fußballplatz. „Ich war drei oder vier, meine Brüder spielten Fußball, also wollte ich es auch.“ Weil es im „Ländchen“ keine Bambini-Mannschaft gab, organisierte Mama Manuela mit einer Freundin kurzerhand selbst eine. Zwar ohne Fußballerfahrung, dafür aber mit viel Herz. „Wir hatten immer viele Snacks dabei“, erinnert Fink sich schmunzelnd. Ab der F-Jugend übernahm Papa Hans-Peter das Training; bis heute fungiert er als Co-Trainer neben Eric Geschwind.
Seit 2012 spielt die Mannschaft fast unverändert zusammen
Die Konstanz im Trainerteam und in der Mannschaft, die seit 2012 mit fast unveränderter Stammelf zusammenspielt, macht das Team stark. „Niemals hätte ich meine Mannschaft verlassen. Für mich war immer klar: Teamgeist und Freundschaften sind mir wichtiger, als in einer höheren Liga zu spielen.“ Angebote von größeren Vereinen lehnte die Kickerin, die mehrere Jahre beim Stützpunkt in Vernich trainierte und ein Jahr in der Landesauswahl in Hennef auflief, konsequent ab.
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Belegte die SG Hellenthal in der vergangenen Spielzeit Platz drei in der Abschlusstabelle, so verläuft die aktuelle Saison noch stärker: Punktgleich mit Bedburg II, Efferen und Bergheim steht Hellenthal auf Platz eins der Kreisliga A. Vom Spitzenplatz trennt sie nur die schlechtere Tordifferenz. „Unser Ziel ist Platz eins bis drei. Der Aufstieg wäre das Sahnehäubchen“, erklärt Fink und fügt bescheiden an: „Ich würde nie sagen, dass wir es schaffen. Aber es wäre schön für das Team.“
Hellenthals Nummer 10 erzielte in sieben Spielen 13 Tore
Trotz einer Knieverletzung, die sie zu einer sechswöchigen Pause zwang, erzielte Hellenthals Nummer 10 in sieben Spielen 13 Tore und bereitete vier vor. Ihre Stärken? Schnelligkeit, Ballkontrolle und Kommunikation. Ihre Schwäche: „Wenn es bei mir nicht läuft, bin ich temperamentvoll und ärgere mich. Aber ich bin gelassener geworden“, so die Kickerin. Unzählige schöne Momente bleiben unvergessen: „Jedes Tor, bei dem die Mädels angerannt kommen und sich mit dir freuen, bleibt im Herzen. Wir sind nicht nur ein Team – wir sind beste Freundinnen“, schwärmt Fink.
In der Showtanzgruppe und im Elferrat der IG Ländchen hat Fink ebenfalls zentrale Positionen inne. „Wenn es hart auf hart kommt, entscheide ich mich aber für den Fußball. Der Mannschaftsgedanke ist einfach größer.“ Mit ihrem Freund und ihrem Hund lebt die frisch gebackene Wirtschaftspädagogin in Udenbreth. Für ihren Job bei einer Versicherung pendelt sie, wenn sie nicht im Homeoffice arbeitet, nach Düsseldorf und Köln. Ihr Ritual vor jedem Spiel: ein Hundespaziergang.

