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Justizskandal in NRWGestohlene Generalschlüssel – wieder Razzia in JVA Euskirchen

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JVA Euskirchen

In der JVA Euskirchen kam es am Freitag erneut zu einer Razzia. (Archivbild)

Ermittler durchsuchen erneut die JVA in Nordrhein-Westfalen. Im Fokus: verschwundene Generalschlüssel. Die Spur führt zu alten Verdächtigen.

In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Euskirchen in Nordrhein-Westfalen ist es erneut zu einer Razzia gekommen. Wie die Staatsanwaltschaft Bonn bestätigte, geht es um verschwundene elektronische Generalschlüssel. Die hatten bereits bei einer ersten Durchsuchung im Mai eine Rolle gespielt.

Nach dpa-Informationen teilte Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) den Obleuten des Rechtsausschusses im Landtag am Morgen mit, dass sich die aktuelle Durchsuchung gegen fünf Bedienstete richte, die schon von der ersten Razzia betroffen gewesen seien. Die Ermittlungsbehörden bestätigten das zunächst nicht und betonten, dass die Ermittlungen sich gegen Unbekannt richteten.

Verkauften JVA-Mitarbeiter Warn-Abos für Razzien?

Bisher stehen mehrere JVA-Bedienstete im Verdacht, als Gegenleistung für Hafterleichterungen Geld angenommen zu haben. Sie sollen gegen monatliche Zahlungen regelrechte Abos verkauft haben, mit denen zum Beispiel vor Zellenkontrollen gewarnt worden sein soll.

Nach dpa-Informationen ergab sich aus den Ermittlungen der Verdacht, dass die bisher Beschuldigten auch mit dem Verschwinden des Innenlebens von zwei elektronischen Transpondern zu tun haben könnten, die als Generalschlüssel für die Feuerwehr in der JVA aufbewahrt wurden. Im Mai war offiziell noch unklar, wer die Transponder manipuliert hatte. (dpa/red)