Abo

Kreis Euskirchen63 Einbrüche im Kreis nach der Flut – Euskirchen besonders betroffen

2 min
Neuer Inhalt

Der Aufruf von Flutbetroffenen in Euskirchen hat einige Einbrecher offenbar kaltgelassen. (Archivfoto)

Kreis Euskirchen – Die Berichte von Plünderungen in der Euskirchener Innenstadt nach der Hochwasserkatastrophe vom 14. Juli machten schnell die Runde. Nach Angaben von Franz Küpper, Pressesprecher der Polizei Euskirchen, handelte es sich in allen registrierten Fällen im Kreis Euskirchen laut Definition des Strafgesetzbuches nicht um Plünderungen, sondern um Einbruchsdelikte.

Euskirchens Polizeidirektor Harald Mertens sagt, dass es keine „marodierenden Horden“ gegeben habe, die plündernd durch die Straßen gezogen seien. Er sagte aber auch: „Natürlich hatten wir Einzelne, die geklaut haben. Es gab auch Festnahmen.“

In Euskirchen wurde nach der Flut besonders oft eingebrochen

Nach Angaben der Euskirchener Polizei wurden im Kreis 63 Einbruchsdelikte registriert: 31 in Euskirchen, 17 in Bad Münstereifel, sieben in Schleiden, sechs in Weilerswist und zwei in Kall.

Insgesamt wurden nach dem Hochwasser in 24 Städten in Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit dem Hochwasser Eigentumsdelikte registriert. Das geht aus einer Anfrage an die Landesregierung hervor, die diese nun beantwortet hat. Demnach entstanden Schäden in Höhe von etwa 227.000 Euro. Wie das Land nach Rücksprache mit den Kreispolizeibehörden mitteilt, sind insgesamt in NRW 192 Straftaten begangen worden. In diesem Zusammenhang wurden 145 Tatverdächtige ermittelt.

Einbrüche nach der Flut: Erster Prozess wohl kommende Woche in Euskirchen

Insgesamt meldeten die Polizeibehörden laut Land 188 Opfer. Die Zahl umfasse sowohl geschädigte Personen als auch Institutionen oder Firmen, heißt es in der schriftlichen Antwort auf die Anfrage. Allerdings seien noch nicht in allen Fällen die jeweiligen Opfer ermittelt worden.

Das könnte Sie auch interessieren:

In der kommenden Woche soll es nach Informationen dieser Zeitung wahrscheinlich am Euskirchener Amtsgericht zu einem Prozess wegen der Einbruchsdelikte, beispielsweise im O2-Shop und bei Thalia, nach der Flutkatastrophe in der Euskirchener Fußgängerzone kommen.