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RepoweringWindpark Scheid gewinnt deutlich an Leistung

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Mehrere Windräder stehen in der Eifellandschaft.

Die ersten zwei von vier Altanlagen des Windparks Scheid haben das Repowering hinter sich.

Die Betreiber rechnen damit, dass im Windpark Scheid künftig Strom produziert wird, der 20.000 Haushalt versorgen könnte. 

Das Repowering alter Windkraftanlagen ist in der Region mittlerweile verbreitet. Auch die MLK-Gruppe als Betreiber setzt dieses Konzept mit vier Anlagen im Windpark Scheid um.

Zwei Altanlagen sind erneuert und wurden symbolisch in Betrieb gesetzt. Zwei weitere Anlagen folgen noch. Die neuen Nordex N163-Turbinen zählen zur Sieben-Megawatt-Klasse und ersetzen die alten Anlagen, die zur Ein-Megawatt-Klasse gehörten. Dadurch erhöht sich die Gesamtleistung des Windparks deutlich. Sie steigt von vier auf 14 Megawatt. Es wird mit einem Jahresertrag von 64 Millionen kWh gerechnet, was einer Versorgung von 20.000 Haushalten pro Jahr entspräche.

Besucher konnten sich über das Projekt informieren

Neben der Technik standen bei der Inbetriebnahme vor allem der Austausch und die Information im Fokus. Bei Führungen und in Gesprächen konnten sich die Besucher über das Projekt informieren. Kevin Schröder, der das MLK-Regionalbüro in Hallschlag leitet und selbst aus der Region stammt, legt Wert auf die Kontinuität: „Wir sind hier nicht nur Projektentwickler, wir wollen ein Teil der Region sein – und das für viele Jahre. Darum planen wir die Anlagen nicht nur, sondern betreiben sie auch selbst.“

Fünf Personen stehen an einem Tisch, im Hintergrund mehrere Windkraftanlagen.

Starteten symbolisch mit dem Drücken des Buttons den Betrieb: Gottfried Hack (Ortsbürgermeister Scheid, v.l.), Heinrich Lohmann (Geschäftsführer MLK), Monika Seifen (Vorständin „eegon“), Martin Pütz (Vorstand „eegon“) und Kevin Schröder (Leiter Regionalbüro MLK-Gruppe).

Im Windparks Scheid wird eine der neuen Anlagen gemeinsam mit der Eifel Energiegenossenschaft „eegon“ mit Sitz in Wiesbaum betrieben. „eegon“ ist für den Zweck als Mitbetreiber in die Projektgesellschaft eingetragen. Man verspreche sich viel von der Kooperation, so „eegon“-Vorständin Monika Seifen: „Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Bürgerinnen und Bürgern aus Scheid die Möglichkeit zu geben, sich direkt am Projekt zu beteiligen.“ Die Bürgerbeteiligung soll sicherstellen, dass die finanzielle Wertschöpfung direkt in der Eifel bleibt.

Neun weitere Windräder auf dem Areal sind geplant und teilweise genehmigt

Das unterstützt auch Scheids Ortsbürgermeister Gottfried Hack: „Wir blicken bereits auf eine sehr lange Zusammenarbeit mit der MLK zurück, die in jeder Phase auf gegenseitigem Vertrauen und konstruktivem Handeln basiert. Wir als Gemeinde freuen uns auf weitere Vorhaben, die unseren Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.“

Mit der Inbetriebnahme der neuen Anlagen ist die Entwicklung auf dem Areal im Grenzbereich zwischen Rheinland-Pfalz und NRW noch nicht beendet. Vier zusätzliche Windenergieanlagen der Sieben-Megawatt-Klasse sind geplant, für sie liegen auch die Genehmigungen schon vor, so ein MLK-Sprecher. Für fünf weitere Anlagen derselben Leistungsklasse gebe es „positive Vorbescheide“. Die am Ende 13 Anlagen in dem Windpark an der Landesgrenze weisen Nabenhöhen von bis zu 199 Metern und Rotordurchmesser von mehr als 170 Metern auf.