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Gottesdienst für BikerDer Mogo ist zurück am angestammten Platz in Breitenbenden

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Pfarrer Hardy Hawinkels trägt ein Priestergewand und segnet Motorräder.

Rund 220 Motorräder waren insgesamt am Dorfgemeinschaftshaus in Breitenbenden geparkt. Sie und ihre Fahrer wurden von Pfarrer Hardy Hawinkels vor dem Beginn der Ausfahrt gesegnet – natürlich mit Weihwasser.

In Mechernich-Breitenbenden ist das Dorfgemeinschaftshaus fertig und bietet für den Gottesdienst bessere Bedingungen als der bisherige Platz.

Ein bisschen war es schon Mogo 3.0 auf dem Dorfplatz in Breitenbenden. Denn mit dem neu gebauten Dorfgemeinschaftshaus hatten der Altar, an dem Pfarrer Hardy Hawinkels den Motorradgottesdienst zelebrierte, genauso wie die Band „Spirit“ eine neue Aktionsfläche erhalten. So standen sie nicht mehr, ein wenig rustikal und behelfsmäßig, auf einem Auflieger, sondern konnten die Terrasse des Gebäudes als Bühne nutzen.

Nachdem im vergangenen Jahr der Motorradgottesdienst aufgrund der Bauarbeiten am Breitenbendener Dorfplatz ersatzweise an der Kirche St. Michael in Höfen stattgefunden hatte, war er nun wieder an seinen angestammten Ort zurückgekehrt. Eine große Erleichterung für die Organisation sei das Dorfgemeinschaftshaus, sagte Tina Wienand, die mit Britta Trescher, Bernd Wienand und Ansgar Kienolth das Orga-Team bildet. „Das ist eine Bereicherung für alle“, sagte sie.

Duisburger Verein sicherte die gemeinsame Ausfahrt

Nicht nur das Aufstellen und Verkabeln des bisher als Bühne benutzten Aufliegers entfalle, es seien die vielen kleinen Dinge gewesen, die bei der eher behelfsmäßigen Variante zu bedenken gewesen seien. „So kann das alles zentral erledigt werden“, stellte sie fest.

Eine Polizistin hält eine schwarze Reflektorfolie in der Hand.

Dunkle Reflektorfolien hatte Anke Weber von der Polizei dabei.

Drei Generationen der Familie Weingarten stehen eng zusammen.

Benzin im Blut haben in der Biker-Familie Weingarten auch die Kinder. Doch zur Ausfahrt blieben sie bei der Oma.

Auch bei der gemeinsamen Ausfahrt, die sich an die Messfeier anschließt, gab es Neuerungen. Zum einen führte die Fahrt zum ersten Mal zum Lokal „Kupferkessel“ in Schönau, zum anderen hatte der Verein Vereinigte Motorrad Staffeln (VMS) zum ersten Mal die Sicherung des Konvois übernommen. „Wir sind mit 14 Motorradfahrern hier“, sagte Bernard Gaschin, Vorsitzender des Vereins, der in Duisburg beheimatet ist. Die Biker der VMS sind mittlerweile in der Eifel gut bekannt, da sie auch andere Ausfahrten wie den „Fellows Ride“ begleiten.

„Gegenwind? Wir bleiben dran“ war das Thema des Gottesdienstes in diesem Jahr, das die Gruppe ausgewählt hatte, die die inhaltliche Vorbereitung übernommen hatte. Dabei ging es natürlich nicht nur um den Fahrtwind, der den Bikern ins Gesicht weht, sondern die vielen Hindernisse, die den Menschen alltäglich begegnen und welcher Umgang damit möglich ist. Aber auch die Verlegung des Mogo im Vorjahr war damit gemeint.

Polizei informierte in Breitenbenden über Sicherheitsaspekte

Um die Sicherheit der Motorradfahrer zu verbessern, waren auch Anke Weber und Julia Braun von der Verkehrsunfallprävention der Polizei gekommen. Sie zeigten nicht nur neuartige schwarze Reflexfolien, die bei Dunkelheit auf Licht reagieren, sondern führten auch immer wieder eine Airbag-Weste vor, die die Sicherheit bei Motorradunfällen erhöhen kann. „Zum Beispiel bläst sich der Kragen mehrere Zentimeter hoch auf, so dass der Helm nicht mehr abgeknickt werden kann und die Halswirbelsäule geschützt wird“, erläuterte Weber. Dazu gebe es Sensoren, die am Motorrad befestigt werden können und die anhand der Schräglage einen Sturz erkennen können, führte Braun aus.

Rund 220 Motorräder standen auf und um den Dorfplatz. Doch deutlich mehr Menschen waren gekommen, auch mit Autos oder zu Fuß. Eine Trennung stand jedoch nach dem Gottesdienst der Familie Weingarten bevor. Während Sharon und Dennis Weingarten aus Vussem an der Ausfahrt teilnahmen, blieben ihre beiden Töchter bei der Großmutter, während Opa Dieter sich ebenfalls auf sein Motorrad schwang. Doch das Interesse seiner Enkel an Motorrädern sei jetzt schon groß, betonte der Großvater: „Die haben Benzin im Blut.“

Eine kräftige Dusche mit Weihwasser erhielten Menschen und Maschinen gleichermaßen von Pfarrer Hawinkels. Er habe schon einmal versucht, die Segnung ohne Weihwasser durchzuführen, doch das habe massive Proteste zu geben. „Es gibt keine frömmeren Menschen als Biker“, konstatierte er. Die Biker spendeten so auch reichlich bei der Kollekte. 2056 Euro kamen letztendlich zusammen, die in diesem Jahr an die Ortsgruppe Mechernich des Kinderschutzbundes gehen.