Einsatzkräfte trainierten einen Zwischenfall bei Hubschrauber-Landung in Mechernich: Menschen mussten gerettet und ein Brand gelöscht werden.
Übung am KrankenhausVerletzte sind in Mechernich schnell von Helikopter-Plattform gerettet

Mit Pyrotechnik wurde der Brand am Triebwerk simuliert, Jugendfeuerwehrleute mimten die Verletzten.
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Seit 20 Jahren ist das Parkhaus mit seinen 350 Stellplätzen und dem Hubschrauberlandeplatz am Kreiskrankenhaus Mechernich in Betrieb. Starts und Landungen der Rettungshubschrauber gehören längst zum Stadtbild, im Schnitt ist das einmal pro Woche der Fall.
Ein Anflug der Bundespolizei ist eher ungewöhnlich, auch wenn deren Maschinen binnen weniger Stunden umgebaut und als Rettungshubschrauber eingesetzt werden können. Doch dieses Mal war es der „normale“ Hubschrauber der Bundespolizei, die Crew aus St. Augustin elementarer Bestandteil der Übung auf der Landeplattform. Die fand im Zuge der turnusmäßigen Überprüfung der Sicherheitseinrichtungen für die luftfahrtrechtliche Genehmigung satt, weshalb auch Mitarbeiter der Bezirksregierung Düsseldorf die Abläufe in Augenschein nahmen.
Der Einsatz auf der Plattform lief wie am Schnürchen
Nachdem die Crew das Übungsobjekt sicher gelandet hatte, war die Simulation deutlich dramatischer: Ein Triebwerk fing Feuer, Menschen mussten gerettet werden. Als die Jugendfeuerwehrleute als Verletztendarsteller unter dem Heli Position bezogen hatten und lautstark um Hilfe riefen, lief es wie am Schnürchen: Der für die Plattform zuständige Techniker des Kreiskrankenhauses startete die automatische Löschanlage auf der Plattform und löste den Alarm aus.

Die Verletzten wurden gerettet.
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40 Kräfte des Löschzugs I aus den Einheiten Mechernich und Strempt mit Einsatzleiter Markus Kurtensiefen und Löschzugführer Heiko Flimm rückten zum Krankenhaus aus, 24 Minuten nach der Alarmierung waren die „Verletzten“ gerettet und der „Brand“ gelöscht. Im Anschluss nutzten die Bundespolizisten die Gelegenheit, den Feuerwehrleuten unter anderem zu zeigen, wie sie den Hubschrauber öffnen und die Crew retten können, wenn die eigentlichen Türöffner nach einem Unfall nicht mehr funktionieren.
Ebenfalls beteiligt an der Übung waren Kräfte der in der Bleiberg-Kaserne stationierten Bundeswehr-Feuerwehr. Sie übt und arbeitet mit der städtischen Feuerwehr regelmäßig zusammen. In diesem Fall wurde die Gelegenheit zur theoretischen und praktischen Ausbildung genutzt, da im Ernstfall unter anderem Carbonstoffe im Spiel wären, die gebunden werden müssen und die besonderer Schutzmaßnahmen bedürfen, für die die Bundeswehr-Feuerwehr die entsprechende Ausrüstung hat.
Rohrbruch in Mechernich hatte nichts mit der Übung zu tun
In die Alarmierungsketten ist die Bundeswehr-Feuerwehr, der in Mechernich 91 Kräfte angehören, zwar nicht eingebunden, wie deren Leiter Christoph Bücker erklärt: Sie kann aber angefordert werden und rückt aus, wenn sie am Standort abkömmlich ist. Bei einem Einsatz, wie er im Übungsszenario simuliert wurde, wären sie nicht nur wegen der vorhandenen Ausrüstung sehr hilfreich. Viele Kräfte sind laut Bücker auf Helikoptern ausgebildet und haben dadurch die erforderlichen Kenntnisse. Er selbst sei vor Mechernich etwa beim Flughafen Köln/Bonn und dem Fliegerhorst Nörvenich stationiert gewesen.
Im Anschluss an die Übung hatten die Feuerwehrleute an gleicher Stelle einen Einsatz. Am Klinik-Parkhaus war es zu einem Rohrbruch gekommen, der Bereich war abzusichern. Dies hatte laut Markus Kurtensiefen aber nichts mit der Übung, sondern vielmehr mit dem Alter des Rohrsystems zu tun – derartige Brüche seien in Mechernich nicht selten. Das Wasser für die Löschanlage auf der Heli-Plattform stamme aus einem Tank.
Wie geplant verlief laut Kurtensiefen auch der Ablauf des Schaums, der beim Test der Löschanlage auf der Heliplattform erzeugt wurde. Teils lief der ins Parkhaus hinab – und dort wie vorgesehen ins Trennsystem. Gefährlich sei er ohnehin nicht: Erst kürzlich sei das Schaummittel für die Löschanlage ausgetauscht und auf ein PFAS-freies Mittel umgestellt worden.
