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Arbeiten laufenKinder sollen bereits in zwei Monaten in Gemünd einziehen können

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Blick auf den eingerüsteten Altbau.

Noch einiges zu tun gibt es in der Gemünder Kita, ehe die Kinder einziehen können.

Die Kita im alten Kino in Gemünd soll Mitte August an den Start gehen. Das führt zu Änderungen für die Kinder der Kita in Oberhausen.

Wenn man sich den aktuellen Baufortschritt betrachtet, kann man sich nur schwer vorstellen, dass im alten Kino in Gemünd in zwei Monaten Kinder betreut werden sollen. Doch der Beigeordnete der Stadt Schleiden, Marcel Wolter, ist optimistisch: „Das ist sportlich, aber wir sind bei allen Bauvorhaben sportlich unterwegs.“ Mitte August soll die neue Tagesstätte im ehemaligen Kino ihren Betrieb aufnehmen. Rund 4,6 Millionen Euro sind für den Umbau und den Anbau veranschlagt.

Der aktuelle Stand bei dem Bauvorhaben war am Donnerstag Thema im Ausschuss für Bildung, Soziales, Kultur und Ehrenamt, der im Rathaus tagte. Ursprünglich sollte die Einrichtung schon Ende 2025 bezugsfertig sein. Der Termin konnte aber wegen Verzögerungen beim Bau und beim Ankauf von Flächen für die Außenanlagen nicht eingehalten werden.

In dem Neubau sollen die Kinder der jeweils zweigruppigen Tagesstätten Malsbenden und Kreuzberg einziehen, deren Einrichtungen bei der Flut zerstört worden waren und die seitdem in Containern am Olefer Sportplatz untergebracht sind. Das Außengelände soll aber erst etwas später fertiggestellt werden. Das liegt nach Angaben der Stadt daran, dass die nötigen Flächen und Spielgeräte erst später als geplant erworben werden konnten.

Balkon und Treppen sind der zweite Rettungsweg

Im Erdgeschoss sind neben zwei Gruppenräumen auch Mehrzweckbereiche und ein kleiner Empfang mit Büro untergebracht. Neben dem Treppenhaus gibt es auch einen Aufzug, der für die barrierefreie Erschließung der Kita sorgt.

Ein Therapiebereich und ein Bewegungsraum sind unter anderem in der ersten Etage vorgesehen. Die Räume werden sehr hell sein, weil es viele bodentiefe Fenster gibt. Außerdem gibt es einen umlaufenden Balkon, von dem man über zwei Treppen das Außengelände erreichen kann. Gleichzeitig sind der Balkon und die Treppen der zweite Rettungsweg. Die Außenfläche hat eine direkte Verbindung zum Kurpark und zum Nationalpark. Parkmöglichkeiten mit einer zulässigen Parkdauer von bis zu zwei Stunden stehen für die Eltern am Marienplatz bereit. Für die Erzieherinnen und Erzieher gibt es Parkmöglichkeiten am Katharinenhof.

„Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass die viergruppige Kita Gemünd mit rund 80 Kindern belegt wird. Da der Anteil der jüngeren Kinder, also U2 und U3, ansteigt und die Anzahl der Ü3 Kinder eher rückläufig ist, gehen wir aktuell von 65 bis 70 Kindern aus“, so Wolter. Bei einer Fläche von zehn Quadratmetern pro Kind sei der Außenbereich in Gemünd mit 1050 Quadratmetern groß genug. Trotzdem habe man noch eine Fläche zugekauft, weil die dort vorhandenen Bäume als Schattenspender genutzt werden könnten, so Wolter.

Betreuungsbedarf wird mit einer Umfrage ermittelt

Nachdem die Kinder aus den Tagesstätten Malsbenden und Kreuzberg nach Gemünd umgezogen sind, soll die Containeranlage in Olef im September auf die für die Kita Oberhausen erforderliche Gruppengröße zurückgebaut werden. Der Betrieb der Kita Oberhausen soll sodann zum 2. November am Containerstandort Olef fortgeführt werden. Danach wird die Anlage in Oberhausen zurückgebaut.

Um den künftigen Betreuungsbedarf am Standort Olef bestmöglich einschätzen und das Angebot, angelehnt an die bisherigen Planungen, bedarfsgerecht ausgestalten zu können, gibt es laut Wolter aktuell eine Umfrage des Deutschen Roten Kreuzes als Träger.

Mittelfristig soll am Olefer Sportplatz die Kita „Schleidener Tal“ in Modulbauweise errichtet werden. Dort sollen die Kinder aus der ehemaligen Gruppe Oberhausen und der bestehenden Kita Olef gemeinsam betreut werden. Die Planung für die neue Kita soll 2027 beginnen. Der Neubau in Olef wird anteilig über die kommunale Wiederaufbauhilfe finanziert. Allerdings geht das nur bei dem Teil, der als Ersatzneubau für die Einrichtung in Oberhausen geplant ist.